Do., 30. Juni 2022, 12:13 Uhr
Runder Tisch Fluglärm: SPD Bobenheim-Roxheim hält bisherige Maßnahmen für unzureichend
Lärmbelästigung durch Überflüge reduzieren
Vertreter der SPD Bobenheim-Roxheim hatten am 28. Juni die Gelegenheit an einem vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau initiierten Runden Tisch zum Thema Fluglärm teilzunehmen. Unter der Leitung von Staatssekretär Andy Becht waren zu diesem Austausch neben Vertretern aller Parteien Bobenheim-Roxheims auch die Landtagsabgeordneten Martin Haller und Christian Baldauf, Bürgermeister Michael Müller, Vertreter der Bürgerinitiative gegen den Fluglärm des Flugplatzes Worms aus Bobenheim-Roxheim, Vertreter des Flugplatzes, politische Entscheidungsträger der Stadt Worms und Vertreter der Fachgruppe Luftfahrt des Landesbetriebs Mobilität (LBM) eingeladen.
"Wir begrüßen ausdrücklich den Dialog, stellen aber klar, dass wir die bislang getroffenen Maßnahmen für unzureichend halten", betont der Vorsitzende der SPD Bobenheim-Roxheim, Jens Becker. In einer Pressemitteilung hatte das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau unter anderem auf die Erhöhung der Landeentgelte und Einschränkungen beim Befliegen der Platzrunde zwischen 13 und 15 Uhr an Sonn- und Feiertagen hingewiesen. "Die geringfügige Erhöhung der Landeentgelte fällt im Vergleich zum Preis einer Flugstunde kaum ins Gewicht. Die Einschränkungen an umliegenden Verkehrs- und Sonderlandeplätzen sind wesentlich restriktiver, was im Umkehrschluss weiterhin dazu führen wird, dass vermehrt Flugzeuge von anderen Flugplätzen nach Worms und die Entlastung an anderer Stelle eine Mehrbelastung für unsere Mitbürger bedeutet", so Becker.
Der Aussage, bei vermehrten Kontrollen seien keine Verstöße festgestellt worden, stünden eine unverminderte Anzahl von Beschwerden aus der Bürgerschaft der Gemeinde entgegen. Eine Bearbeitung dieser Meldungen scheine nach Auffassung der SPD nur sporadisch stattzufinden.
"Die Verlegung der Platzrunde wird von Seiten des LBM weiterhin kategorisch abgelehnt. Es wäre die einzige Möglichkeit, unsere Gemeinde dauerhaft vom Fluglärm zu befreien. Nachvollziehbare Gründe wurden dafür in unseren Augen nicht genannt", erlätert Becker.
Die Einrichtung eines Lärmbeirats soll künftig alle Beteiligten regelmäßig an einen Tisch bringen. Die SPD-Mitglieder hoffen, dass dieses Instrument genutzt werden kann, um akzeptable Lösungen für alle Seiten zu erarbeiten. Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Martin Haller und Bürgermeister Michael Müller wollen dei Sozialdemokraten weiterhin alles tun, um die Lärmbelästigung durch Überflüge der Gemeinde zu reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit der Mitbürger zu erhöhen.