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  • Do., 13. August 2015, 11:06 Uhr
    Jens Guth (MdL) initiiert erneut Treffen mit Vertretern des LBM und Wiesoppenheimer Bürgern / Messungen und Einsicht in die persönlichen Messwerte

    „Lärmschutz bleibt Dauerthema“

    Über 50 Personen drängten sich im Ratssaal der Ortsverwaltung in Wiesoppenheim, um Fragen zu stellen aber vor allem um Antworten zu erhalten. Thema der Versammlung war erneut der Lärmschutz an der A61 in Wiesoppenheim.

    Im letzten Jahr wurde die Lärmschutzwand erneuert und auf 3,50m erhöht. Weiterhin wurde auch die Fahrbahn erneuert und eine lärmoptimierte Gussasphaltdecke aufgebracht.

    Doch genau diese ist lauter als zuvor, so zahlreiche Bürger, die sich deshalb mit Bitte um Abhilfe an den Ortsvorsteher Karlheinz Henkes und den Landtagsabgeordneten Jens Guth wandten. Jens Guth initiierte daraufhin ein Treffen in Wiesoppenheim an dem neben OB Michael Kissel, Ortsvorsteher Karlheinz Henkes auch vier Vertreter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) aus Koblenz teilnahmen.

    Alle Prüfungen bei der Abnahme der Maßnahme im Dezember 2014 seien positiv vollzogen und abgenommen worden, erläutert dort Bernhard Knoop vom LBM in Worms auf eine entsprechende Anfrage. Es dauere nun aber 1 bis 1 ½ Jahre bis der lärmoptimierte Zustand erreicht sein würde, erklärte der Chef der Landesbehörde Bernd Hölzgen, die im Auftrag des Bundes die Maßnahmen an Autobahnen durchführt. Dadurch könne eine Reduzierung des Lärms um 2 dpa erreicht werden.

    Veränderte Frequenzen?
    Er ging davon aus, dass sich die Frequenzen ebenfalls geändert hätten und dadurch der Eindruck entstünde, der Lärm habe sich erhöht. Gleichsam käme hinzu, dass während der Baumaßnahme der Verkehr auf der A 61 nur mit 60 Km/h am Ort vorbeigeführt wurde und auch noch durch Fahrbahnverlegung 30 m abrückte. Nun fährt er wieder mit 130 Km/h hinter der Wand aber direkt am Ort vorbei. „Alles Faktoren die jetzt berücksichtigt werden müssten“, so Hölzgen und ergänzte „wir sind sogar über die Vorgaben des Bundes deutlich hinausgegangen und die Grenzwerte werden eingehalten.“

    Tatsächlich sei die Lärmbelastung direkt hinter der Wand zurückgegangen, versicherten einige der Besucher. Im Außenbereich habe er sich aber maßgeblich erhöht wurde immer wieder beteuert. Auch der Wind spiele hierbei eine wichtige Rolle.

    Geforderte Verlängerungen der Wand oder Geschwindigkeitsreduzierung mussten leider vom LBM ebenfalls abgelehnt werden. Nach aktuellen Werten dürfe die Wand nicht verlängert werden; hier gäbe es klare Vorgaben des Bundesgesetzgebers. Eine Geschwindigkeitsreduzierung wäre effektlos, sofern nicht bis auf 60 Km/h verringert würde, aber auch dies würde der Bund nicht zulassen.

    Um letztendlich einen Konsens zu schaffen und bestehende Zweifel auszuräumen bot der LBM an repräsentative Messungen durchzuführen und in Kooperation mit dem Ortsvorsteher den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu verschaffen ihre persönlichen Lärmdaten einsehen zu können. Dies könne aber erst nach der Sommerpause umgesetzt werden, so Knoop und Henkes ergänzte: „wir werden das in der Presse ankündigen“.

    Darüber hinaus dankte er den beteiligten Fachleuten für ihr Erscheinen – die Veranstaltung dauerte immerhin 3 Stunden –und freute sich, dass die Probleme ernst genommen würden. Dies zeige schon die „Mannschaftsstärke“ mit der der LBM nach Wiesoppenheim gekommen sei. „Wir bleiben an dem Thema dran“, versprach Initiator Jens Guth abschließend.

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