Di., 17. Januar 2023, 14:56 Uhr
TIERSCHUTZ: Vom 16. bis 28. Januar gibt es nach vorherigem Antrag einen Zuschuss
Landesweite Katzenkastrations-Aktion
Zum inzwischen 18. Mal findet durch die Initiative und Unterstützung des Landesverbandes Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes nach der Premiere im Jahr 2006 wieder eine landesweite Katzenkastrations-Aktion statt.
Vom 16. bis 28. Januar gibt es für Kastrationen von Katzen und Katern nach vorherigem Antrag einen Zuschuss, die teilnehmenden Tierärzte unterstützen die Aktion.
Auch der TSV Menschen helfen Tieren Worms ist mit dabei Alle Adressen und Kontakte sind zu finden auf
www.tierschutz-rlp.de Um Katzen im Aktionszeitraum kastrieren zu lassen, sollten sich Katzenbesitzer oder Betreuer freilaufender, scheuer Katzen vorab in den teilnehmenden Tierheimen melden. Auch teilnehmende Tierärzte geben über das Procedere Auskunft.
„Etwa zwei Millionen Straßenkatzen gibt es in Deutschland, hundertausende sind es in Rheinland-Pfalz“, sagt Landesvorsitzender Andreas Lindig. Sie stammen von unkastrierten Freigänger-Katzen aus Privathaushalten ab und müssen jeden Tag einen harten Kampf ums Überleben führen. „Nur die Kastration von Freigängern kann diesen Teufelskreis durchbrechen und das Katzenleid beenden. Deshalb appellieren wir auch grundsätzlich an alle Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen.“
Zu wenige Gemeinden mit Katzenschutzverordnung
In Rheinland-Pfalz haben bislang wenige Gemeinden, darunter auch Worms, entsprechende Rechtsverordnungen zur Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen erlassen und gehen so mit gutem Beispiel voran. „Das sind jedoch zu wenige, Rheinland-Pfalz steht im Vergleich zu anderen Bundesländern schlecht da, andere sollten folgen“, so Lindig, „gleichzeitig stehen Bund, Länder und Kommunen aber auch in der finanziellen Pflicht“, so Lindig.
Seit dem Projektstart führen Tierschützer in Zusammenarbeit mit der Tierärzteschaft nun schon zum 18. Mal die landesweiten Kastrationen durch. Mehr als 25000 Tiere konnten dadurch bisher kastriert werden, die Zahlen schwanken pro Jahr, von 1000 bis zu fast 1500 etwa im Jahr 2003. Die dem Landesverband angeschlossenen Tierheim kastrieren Katzen nicht nur im Aktionszeitraum, sondern während des gesamten Jahres. Dies kostet viel Geld, es kommen Summen zusammen, die die Tierschutzvereine kaum noch schultern können. Tierheime sind bereits seit Jahren am Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten und auch der Aufnahmekapazitäten: So gab es schon einige Male Aufnahmesperren für Katzen, so etwa in Worms. In den zurückliegenden Jahren sind bei allen Tierheimen die Einnahmen auch wegen Corona und deshalb angesagten Veranstaltungen weggebrochen. Nun bedeuten gestiegene Tierarzt- und Energiekosten zusätzliche Belastungen für die Etats.
Er hoffe, so Andreas Lindig, dass sich künftig auch Kommunen an Kastrationsaktionen beteiligten und mit Zuschüssen unterstützen. Denn diese seien verpflichtet, sich herrenloser und Fund-Tieren anzunehmen: „Wild lebende Katzen können in Städten und Gemeinden zum Problem werden, das viel Geld kosten kann, wenn in Einzelfällen die Katzenpopulation ausufert“. Noch immer leugneten viele Gemeinden das Problem herrenloser Katzen und bezweifelten generell, dass es Fundkatzen gebe und „stehlen sich so aus der Verantwortung, auch der finanziellen.“