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  • Mo., 16. September 2019, 15:39 Uhr
    Zweites von vier Heimspielen: HSG Worms unterliegt dem Drittligaabsteiger VTZ Saarpfalz mit 23:31 (11:14)

    Lange Zeit gut mitgehalten, aber am Ende keine Punkte

    Lange Zeit gut mitgehalten, aber am Ende keine Punkte – So lässt sich das zweite von insgesamt vier aufeinanderfolgenden Heimspielen für die Handballer der HSG Worms in der Oberliga zusammenfassen. Nach dem deutlichen Heimerfolg gegen Aufsteiger Dillingen/Diefflen setzte es gegen den Drittligaabsteiger VTZ Saarpfalz eine deutliche 23:31 (11:14)-Heimniederlage.

    „Am Ende spiegelt das Ergebnis nicht den Spielverlauf wieder. Die Gäste haben zwar verdient gewonnen, aber wir waren keine acht Tore schlechter“, bilanzierte HSG-Trainer Marco Tremmel nach Abpfiff der umkämpften Partie, in der es insgesamt 18 Zeitstrafen gab (10 Worms, 8 Zweibrücken).

    Vom Anpfiff weg durchkämpft
    Vom Anpfiff weg ging es auf der Platte umkämpft zu. Nach dem frühen 0:1 der Gäste dauerte es fast vier Minuten, bis der Ball wieder den Weg ins Tor fand. HSG-Spielmacher Konstatin Herbert traf zum 1:1-Ausgleich (5.) in einem von den Abwehrreihen dominierten Spiel. Während die HSG gegen die eingespielte und extrem erfahrene Zweibrücker Mannschaft beinahe ausschließlich durch Einzelaktionen Torgefahr entwickelte, verließen sich die Gäste auf ihre Rückraum-Kreis-Achse, die in Deutschlands vierter Liga wohl seinesgleichen sucht.

    Immer wieder setzte VTZ-Regisseur Martin Mokris seinen Kreisläufer Patrick Bach in Szene, der vom 6:0-Deckungsverbund der Wormser Drachen nicht beziehungsweise nur mit einem Foul zu stoppen war. Der individuellen Klasse des Gegners hatten die Wormser Drachen allerdings reichlich Leidenschaft und Wille entgegenzusetzen. Obwohl insbesondere im Angriff nicht alles gelang, gestalteten die Hausherren die Partie bis zur 19. Spielminute ausgeglichen (7:7). Erst eine doppelte Unterzahl ließ das Spiel zu Gunsten der VTZ kippen, da in dieser Phase aus dem gefährlichen Zweibrücker Duo um Martin Mokris und Patrick Bach ein Trio wurde.

    „Abgezockte Zweibrücker!“
    Denn von der einen auf die andere Minute trat auch der bislang beste Werfer der Liga, Tom Paetow, in Erscheinung. Der groß gewachsene Rückraumspieler bestrafte die Wormser Unterzahl mit drei Toren zum zwischenzeitlichen 7:11. „Das war eine gefährliche Phase für uns, denn die Zweibrücker sind abgezockt und bestrafen Schwächen eiskalt. Wir haben uns dann aber mit beherzten Szenen in die Pause gerettet“, beschrieb Marco Tremmel die Schlussminuten des ersten Durchgangs, in denen Robin von Lauppert gleich drei Mal für seine Farben traf. Pausenstand: 11:14.

    In der Kabine gab es für Marco Tremmel jede Menge zu besprechen, trotz nur drei Toren Rückstand. Vor allem die Achse um das Zweibrücker Angriffstrio war Thema in der Pausenansprache. Außerdem forderte der Trainer von seiner jungen Mannschaft mehr Konsequenz im Torabschluss. „In so einem Spiel tut jeder Fehlwurf doppelt weh. Denn du machst vorne nicht nur kein Tor, sondern du kassierst mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Gegentor. Wir wollten unbedingt das Spiel weiter offen gestalten, was dann leider direkt nach Wiederanpfiff nicht geklappt hat, wobei ich da meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen kann“, sagte Marco Tremmel, dessen Team nach dem Seitenwechsel erneut eine doppelte Unterzahl zu verschmerzen hatte.

    Schiedsrichter verhängten zahlreichen Zeitstrafen
    Die Schiedsrichter waren nicht zögerlich mit Zeitstrafen – und zwar auf beiden Seiten. Durch die erneute Unterzahl erspielte sich Zweibrücken schnell einen Sechs-Tore-Vorsprung (12:18, 35.). Doch wer glaubte die junge HSG-Sieben würde im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit unter die Räder kommen, der sah sich getäuscht. Dank einiger sehenswerter Paraden von HSG-Torwart Hagen Gutland und glänzenden und vor allem erfolgreich abgeschlossenen Angriffen legte die HSG bis zur 40. Minute einen Zwischenspurt hin. Beim Spielstand von 17:19 nahm der VTZ eine Auszeit, um die drohende Wende zu verhindert.

    Fehler machten den Unterschied
    Und das klappte mit ein wenig Verzögerung. Nachdem Julius Herbert zum 18:19 verkürzen konnte, schlugen Tom Paetow, Patrick Bach und Martin Mokris wieder zu. Stück für Stück setzte sich der VTZ wieder ab, denn Worms leistete sich abermals zu viele vergebene Torchancen. „Die Fehler haben heute den Unterschied gemacht. Wir müssen im Abschluss einfach konzentrierter werden, defensiv stehen wir im bisherigen Saisonverlauf im Vergleich zur vergangenen Runde besser. Aber wir brauchen mehr eigene Tore bei gleichbleibend konsequenter Abwehr. Damit fangen wir mit der Unterstützung unserer Fans am Besten bereits gegen Offenbach an“, sagte Marco Tremmel nach dem 23:31 abschließend.

    Aufstellung: Taday, Gutland (beide Tor), Hafer, Theuer, von Lauppert (6), Freitag (1), Seyfried (2), Metzdorf (1), K. Herbert (4), J. Herbert (5), M. Brestrich (4), Dietz
    Schiedsrichter: Thorsten Plattner, Stefan Olbrich

    Gegen die kompakte Abwehrreihe von Saarpfalz gab es kaum ein Durchkommen für die Angreifer der HSG. Trotzdem konnte Marvin Seyfried(im Bild) den Torwart zweimal überwinden. Foto: Felix Diehl


     
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