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Mo., 08. April 2024, 15:55 Uhr
Fußball: TSG Pfeddersheim lieferte Gonsenheim einen großen Kampf / VfR Baumholder am Samstag ab 15.30 Uhr zu Gast
Leben auf dem Platz und in der Mannschaft
Mit seinen jungen Jahren führte Lion Schubach sein Team als Spielführer auf das Feld. In Sache Einsatz und Wille war er auch absolutes Vorbild auf dem Platz. Nur beim Torabschluss hatte er das Glück nicht auf seiner Seite. Foto: Marcus Diehl
Von Marcus Diehl › Die TSG Pfeddersheim hatte wieder ihr „Heimgesicht“ aufgelegt. Woher diese große Diskrepanz zwischen Heim-und Auswärtsspielen kommt, würden die Verantwortlichen selbst gerne wissen: „Das kann ich auch nicht beantworten. Wenn wir es wüssten, hätten wir das schon abgestellt“, so Trainer Björn Miehe: Ein Auftritt, der in einer absoluten miserablen Situation aufhorchen lässt. Nur das Resultat war nicht so, wie es sein sollte: Das Spitzenteam SV Gonsenheim holte einen 1:0 (0:0) Sieg.
Ein glückliches Händchen
In einer einzigen Szene der kompletten Spielzeit zeigte sich, wer um den Aufstieg mitspielt und wer um den Abstieg kämpft. Die Defensive der TSG machte den einzigen Fehler in der Partie und die Gäste nutzten diese gnadenlos aus. Die beiden Gonsenheimer Protagonisten beim einzigen Tor des Tages waren gerade fünf Minuten auf dem Platz. Völlig allein gelassen tauchte Bennett Kruse vor Torhüter Sören Pätzold auf. Zwar konnte der TSG-Keeper den Ball noch entschärfen, aber im Nachschuss traf der Mainzer Torjäger Abdellatif El Mahaoui zum goldenen Tor. Da hatte Trainer Anouuar Ddaou ein glückliches Händchen.
Kader ausgedünnt
Diese Alternativen hätte Miehe auch gerne auf der Bank sitzen. Doch der Kader war sehr ausgedünnt. Gerade einmal zwei Feldspieler aus dem Oberligakader nahmen darauf Platz. Kurzfristig fiel noch Matthias Tillschneider aus. Davor standen schon Sebastian Kaster, Luca Graciotti, Fabio Schmidt, Marcell Oehler und weitere nicht zur Verfügung. In der 40. Minute der nächste Schock für die TSG: Nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum blieb Pascal Schmidt liegen. An der Reaktion der in der Nähe stehenden Spieler konnte schon einiges abgelesen werden. Es steht nun eine schwere Knieverletzung im Raum. Trainer Björn Miehe beorderte Lion Schubach nach hinten, sehr zum Missfallen der Offensive. Denn zusammen mit Ryoji Matsumura machte er ein ordentliches Durcheinander in der Gästeabwehr.
„Richtig Gas gegeben“
Die Gäste hatten zwar fast immer den Ball, aber keine Ideen, die Abwehr zu knacken. Kompakt hinten mit einer Fünferkette und vorne zwei aufopfernde Stürmer, die bedient werden von Yoel Yilma. Das war der Plan. In der ersten Hälfte hatte Lion Schubach die Führung zweimal auf dem Fuß. Einmal kam er einen Schritt zu spät und beim zweiten Mal knallte er den Ball am kurzen Eck vorbei. Was beim letzten Heimspiel vermisst wurde, brachte die TSG diesmal auf den Platz. „Einige gaben heute so richtig Gas. Sie wussten, es ist unser letztes Aufgebot. Dadurch haben sie einige Prozent darauf gepackt“, sagte Miehe. Es war Leben auf dem Platz und in der Mannschaft. Jeder gewonnene Zweikampf wurde gefeiert, so geht Abstiegskampf.
„Es wird ein ganz anderes Spiel“
In der zweiten Hälfte scheiterte erst Ryoji Matsumura an Torhüter Paul Simon und kurz darauf David Boateng mit einem Kopfball am Pfosten. Am Ende standen sie ohne Punkt auf dem Platz.
Am Samstag kommt um 15.30 Uhr der VfR Baumholder. Trainer Björn Miehe: „Es wird ein ganz anderes Spiel. Die Gäste werden nicht so stark den Ball haben wollen wie Gonsenheim. An diesen Auftritt müssen wir aber anknüpfen, mit dieser Mentalität weitermachen. Dann müssen wir uns einfach mal belohnen.“
Meinung
Von Marcus Diehl › Die Führung für die Pfeddersheimer wäre mehr als verdient gewesen. Diesmal hatten sie die Niederlage nicht verdient. Ganz im Gegenteil, sie lieferten einer Spitzenmannschaft einen großen Kampf. Warum bringen sie das nicht jeden Spieltag auf dem Platz? Jeder Zuschauer fragte sich genau das nach dem Spiel. Gegen Baumholder muss das Team genau mit dieser Energie und dem Willen auf den Platz gehen und agieren. Noch ist der Abstiegskampf nicht verloren.