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  • Mi., 04. November 2015, 12:04 Uhr
    Mehrfacher Grammy- und Oscar-Gewinner Randy Newman begeisterte sein Publikum im WORMSER Theater / Herbert Grönemeyer ein Fan

    Lebender Legende gelauscht

    Randy Newman in Worms – ein ganz besonderes musikalisches Ereignis! Fotos: Vera Beiersdörfer


    VON VERA BEIERSDÖRFER Ein Mann, ein Flügel - mehr braucht es nicht, um binnen weniger Sekunden das Publikum am gestrigen Dienstagabend im WORMSER zu fesseln. Weltstar Randy Newman gab dort eines von nur zwei Deutschlandkonzerten und lockte sogar prominente Gäste wie Herbert Grönemeyer in die Nibelungenstadt. Der deutsche Musiker erklärte, dass es neben der Stimme und dem musikalischen Können Newmans, vor allem dessen „zynische“ Texte sowie die „zärtlich biestige“ Interpretation seiner Songs seien, die ihn zum Newman-Fan machen. „Ich schätze Newmans sehr spezielle Art, er schreibt seine Lieder nicht, um gefällig zu sein“, schwärmte Grönemeyer, der das Konzert an der Seite von Oberbürgermeister Michael Kissel genoss.

    Ein wahrhafter Genuss, denn zwei Stunden lang begeisterte der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete amerikanische Sänger und Songwriter sein Publikum - einfach so, ohne viel Tamtam oder große Bühnenshow. Bereits zur Pause gab es stehende Ovationen für den Star, der ganz lässig in Turnschuhen am Flügel saß. Hits wie „It's a jungle out there“, „You can leave your hat on“, „Short People“ etc., gedämpftes Licht und eine so wunderbar eigenwillige Reibeisenstimme zogen wirklich jeden in den Bann und lassen hoffen, dass Newman noch oft wiederkommen möge. Frei gebliebene Plätze im Theater kann sich, wer dabei gewesen ist, wirklich nicht erklären.

    Ob kleine Anekdoten aus seinem Leben oder Liedwünsche, Randy Newman war seinen Zuhörern nahe, schüttelte Hände und auch hinter den Kulissen traf man auf einen bodenständigen, netten Menschen, der sich nach einem für ihn wie er selbst sagte „great evening“ einfach nur auf sein Bett in einem Frankfurter Hotel freute. Die Geschichte von Worms und die Nibelungensage haben es ihm scheinbar wirklich angetan und so erkundigte sich der großartige Künstler abschließend noch, wann im nächsten Jahr die Festspiele anstünden. Wer weiß, vielleicht lässt sein voller Terminkalender dann ja doch Zeit, um erneut nach Worms zu reisen? Gerne auch zu Worms:Jazz&Joy – mit Herbert Grönemeyer live auf der Bühne!

    Groenenetz

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