NABU: Nach Renovierung wurde jetzt der Vogellehrpfad Monsheim eingeweiht / NABU betreut Vogellehrpfad
Lebenswerk wird fortgesetzt
Ortsbürgermeister Kevin Zakostelny und Projektleiterin Silvia Kiefer an der Spechttafel. Foto: NABU Worms-Wonnegau
Sichtlich stolz standen sie da, die Aktiven des NABU, als bei der Einweihungsfeier mit Gästen der renovierte Vogellehrpfad offiziell an die Gemeinde Monsheim übergeben werden konnte. Symbolisch enthüllten Projektleiterin Silvia Kiefer und Ortsbürgermeister Zakostelny eine Infotafel.
„Den Vogellehrpfad hatte ab dem Jahr 1975 ursprünglich der Kriegsheimer Naturschützer Ewald Jeremias geschaffen“, rief Kevin Zakostelny in Erinnerung, „er gestaltete zusammen mit Helfern die Schaukästen, erbaute die Nistkastenwand und stellte die Metalltafeln her“. Nach dem Tod von Jeremias fand keine Betreuung mehr statt und so wurde der NABU Worms-Wonnegau gefragt, ob er sich der wünschenswerten grundlegenden Renovierung annehmen könnte. Das war im Jahr 2020 und die Aktiven des Naturschutzverbandes stimmten gerne zu. Sie waren auch in den Jahren zuvor immer wieder mit einzelnen Modernisierungsmaßnahmen betraut. Der Vogellehrpfad führt durch ein schönes Wäldchen an der Pfrimm entlang und bietet nicht nur für die örtliche Bevölkerung Naherholung, sondern ist Ausgangspunkt für überregionale Wanderwege.
Die Planung begann und nach zahlreichen Begehungen war klar, wo angesetzt wird. Zwar machten sich die Einschränkungen durch Corona auch bei der Umsetzung bemerkbar und führten zu Verzögerungen, doch nun sind endlich die letzten Tafeln gestellt. Was herausgekommen ist, kann sich sehen lassen: Das Dach der Nistkastenwand ist frisch, fünf Informationstafeln zu den Themen Spechte, Eulen, Wildbienen, Funktionsvielfalt der Feldgehölze und Totholz als Lebensraum sind gestellt, Schaukästen erneuert und ausgestattet, ein Wildbienenhotel und zwei Sitzbänke aufgestellt und am Weg zahlreiche Nistkästen aufgehängt. Bewusst wurden die alten Metalltafeln mit z.B. Themen wie Greifvögel oder Totholz belassen, die Zeitzeugen des Denkens im Naturschutz vor rund 50 Jahren sind. Bestens und mit ordentlicher Manpower unterstützten die Mitarbeiter des Bauhofs beim Einbau der Trägergestelle.
Gesamtkosten von rund 15.000 Euro
Um die Gesamtkosten von rund 15.000 Euro nicht allein stemmen zu müssen, wurde das Projekt im Rahmen des LEADER-Ansatzes aus dem Entwicklungsprogramm EULLE gefördert und die Hälfte des Betrages finanziert. „Bei der anderen Hälfte unterstützten uns Sponsoren und Mitglieder“, zeigte sich Vorsitzender Matthias Bösl zufrieden über deren Bereitschaft.
„Das Projekt ist noch nicht zu Ende“, versprach Projektleiterin Silvia Kiefer, „wir erneuern als nächstes zum Beispiel die Nistkastenausstellung und weitere Infotafeln könnten folgen“. Arbeit gibt es genug. Erst kürzlich hat ein Sturm einen Baum ausgerechnet auf die neue Nistkastenwand stürzen lassen und das Dach beschädigt.