Mi., 13. November 2019, 19:17 Uhr
KLIMA- UND UMWELTSCHUTZ: „Omas Gegen Rechts – Omas For Future" setzen sich für nachfolgende Generationen ein / Gespräch mit OB Kessel
Lebenswerte Umwelt
Die „Omas Gegen Rechts" setzen sich dafür ein, dass auch die nachfolgenden Generationen in einer freien, demokratischen Gesellschaft und einer lebenswerten Umwelt existieren können. Deshalb beteiligte sich die Wormser OMA-Gruppe am 20. September an der großen Fridays-For-Future-Demonstration und sammelte am Tag darauf in der Innenstadt die Vorschläge der Bevölkerung, wie Worms seinen CO2-Ausstoß verringern und umweltfreundlicher werden könnte. Mit dem Ergebnis der Umfrage wandten sich die OMAS an den Oberbürgermeister, Herrn Kessel, und stellten ihm in einem Gespräch am 11. November diese Ideen vor.
Offen für Vorschläge
Die wichtigsten und am häufigsten geforderten Maßnahmen waren der Ausbau sicherer Radwege; Verbesserung des ÖPNV; eine autofreie, saubere Innenstadt; mehr Begrünung, auch an Gebäuden; mehr Solaranlagen an öffentlichen Gebäuden und Förderung von Solaranlagen im privaten Bereich. OB Kessel zeigte sich offen für diese Vorschläge und wies darauf hin, dass bereits einige Maßnahmen eingeleitet seien, z.B. sollen Lücken im Radwegenetz zu allen Vororten rund um Worms geschlossen werden, versuchsweise sei eine Fahrradstraße im Stadtbereich Worms in der Speyerer Straße geplant, außerdem sollen sichere Fahrradabstellmöglichkeiten am Hauptbahnhof geschaffen werden. Kessel räumte ein, dass es beim ÖPNV große Probleme gegeben habe, er erhoffe sich aber Abhilfe, sobald der Mobilitätsbeauftragte mit dem noch zu installierenden Fahrgastbeirat zusammenarbeitet. Eine autofreie Innenstadt wäre laut OB wünschenswert, stößt aber dort an ihre Grenzen, wo die Interessen der Anwohner betroffen sind und erfordert einen funktionierenden Parkring rund um die Stadt.
Worms umwelt- und klimafreundlich machen
Solaranlagen werden in Worms bereits in einem Kataster dokumentiert und sind über Bundesmittel förderbar. Dass Begrünung und das Pflanzen von Bäumen in der Stadt nicht immer ganz einfach ist, wurde kürzlich bereits öffentlich diskutiert. Kessel wies auch darauf hin, dass mehr Sauberkeit in der Stadt deutlich mehr Kontrollpersonal erfordere. Insgesamt hatte die OMA-Gruppe den Eindruck, dass die Stadt die drängenden Probleme sieht und bereits einige Schritte in die richtige Richtung unternommen hat, aber noch bleibt viel zu tun, um Worms umwelt- und klimafreundlicher zu machen.