Schule: Elisabeth Schwalb ist seit 10 Jahren ehrenamtliche Leselernhelferin und Sprachförderkraft
Lesen macht Freude
Die Lesehelferin Elisabeth Schwalb hat immer eine große Tasche voll mit Büchern und Sprachspielen dabei.
Nach der Pensionierung suchte die Wormserin Elisabeth Schwalb ein Ehrenamt. Inzwischen ist sie seit 10 Jahren ehrenamtliche Leselernhelferin und Sprachförderkraft an einer Wormser Grundschule. Wenn die Klassenlehrerin ihre Klasse fragt, wer lesen möchte, melden sich alle Kinder, denn vor dem Klassenraum wartet Elisabeth Schwalb mit ihrer „Helferin“, ein Stoff-Lama namens Lola. Ein- bis zweimal wöchentlich übt sie mit den Kindern der 1. und 2. Klasse das Lesen und den deutschen Wortschatz.
Die Leselernhelferin berichtet: „Für die Kinder ist es eine kleine Pause vom Unterricht. Bei mir bekommen sie die ungeteilte Aufmerksamkeit und wir lesen und sprechen über die Inhalte der Texte. Das kann eine Lehrerin mit über 20 Schulkindern nicht umsetzen. Außerdem gibt es immer mehr Flüchtlingskinder und Kinder mit Migrationshintergrund, die viele Wörter noch nicht kennen und denen man sie erst erklären muss. Für die Integration ist es enorm wichtig, die Sprache richtig zu erlernen.“
Doch Elisabeth Schwalb tut mehr für die Kinder, als ihnen nur das Lesen beizubringen. „Ich bemühe mich auch, den Schülern soziale Umgangsformen zu vermitteln und sie fürs Lesen zu begeistern. Dazu habe ich stets meine große Tasche mit vielen schönen Büchern und Sprachspielen dabei. Das wissen meine Schützlinge und freuen sich darauf. In der Schule fühle ich mich von den Kindern und dem Lehrpersonal willkommen. Die Freude in den Augen der Kinder empfinde ich als großes Geschenk.“
„Ich kann man Ehrenamt nur empfehlen"
„Nach meiner Pensionierung habe ich nach einem neuen Betätigungsfeld gesucht und 2012 in der Zeitung gelesen, dass die Bürgerstiftung Lesen Rheinhessen Leselernhelfer sucht und eine Infoveranstaltung bei der vhs stattfindet. Dort bin ich hin und habe mich zur Leselernhelferin und Sprachförderkraft ausbilden lassen. Über die letzten Jahre habe ich die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Fortbildungen gehabt und genutzt.“
Wer zuverlässig ein oder zwei Tage pro Woche Zeit, Geduld, Freundlichkeit und ein bisschen Übung im Umgang mit Kindern mitbringt, wird einen tollen Job bekommen. „Mir ist es wichtig, etwas für andere zu tun und von den Kindern bekommt man es tausendfach zurück. Machen Sie mit!“