
Von Vera Beiersdörfer „Da zwei unserer Mitarbeiter im vergangenen Jahr Knochenmark spenden konnten und somit zu Lebensrettern wurden, war die Idee zu einer betriebsinternen Typisierung geboren“, erklärte Dr. Axel Bruder, Vorstand RENOLIT SE, am heutigen Donnerstag, wie es zu der Aktion kam. 210 Mitarbeiter des Folienspezialisten hatten sich dabei als Stammzellenspender registrieren lassen, um einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Blutkrebs zu leisten. Blutkrebs ist in Deutschland keine Seltenheit: Alle 15 Minuten erkrankt ein Mensch an dieser Krankheit, darunter viele Kinder und Jugendliche. Ohne medizinische Behandlung führt Blutkrebs zum Tod. Für viele Patienten ist eine Stammzellentransplantation die letzte oder einzige Chance auf Leben.
Dem Aufruf waren zehn Prozent der Belegschaft an allen fünf deutschen Standorten des weltweit tätigen Familienunternehmens gefolgt. Einen Monat lang konnten sich die Spendenwilligen bei den lokalen Betriebsärzten melden, um in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufgenommen zu werden.
Jeder Einzelne bringt neue Hoffnung
Damit eine Stammzellenspende erfolgreich sein kann, müssen die Gewebemerkmale von Patient und Spender fast hundertprozentig übereinstimmen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass möglichst viele potenzielle Spender in einer Datei wie der DKMS eingetragen sind. „Jede weitere im Register erfasste Person bringt Hoffnung für betroffene Patienten und kann diesen möglicherweise eines Tages eine zweite Lebenschance geben“, erklärte Frederik Wecker, der bei der DKMS u.a. Kooperationen mit Unternehmen betreut. In Deutschland seien erfreulicherweise bereits 4,3 Millionen Menschen bei der DKMS registriert. Nur für etwa jeden siebten Patienten könne kein passender Spender ermittelt werden.
Nachbar mit sozialem Engagement
Die DKMS ist auf Geldspenden angewiesen, um die Spenderneugewinnung finanzieren zu können. RENOLIT hat daher die Registrierungskosten von 40 Euro pro Person für seine Mitarbeiter vollständig übernommen. RENOLIT Vorstandsmitglied Dr. Axel Bruder überreichte hierzu am Donnerstag einen symbolischen Scheck über 8.400 Euro an Frederik Wecker. „Als Unternehmen, das meist siedlungsnahe Standorte besitzt, ist es uns seit jeher wichtig, ein guter Nachbar zu sein“, so Bruder. Für das in Worms gegründete Familienunternehmen gehöre soziales Engagement zur Geschäftssphilosophie dazu. „Wir übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und diese endet bei uns natürlich nicht am Werkstor“.
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