Mo., 27. Februar 2017, 08:21 Uhr
Breitbandausbau: Landkreis Alzey-Worms nutzt hohe Fördersumme von Bund und Land
Letzte Lücken schließen
Nachdem der Landkreis Alzey-Worms bei der Versorgung mit schnellem Internet gut vorangekommen ist, sollen die letzten Lücken so schnell wie möglich geschlossen werden.
Ziel ist es, bis Ende 2018 in allen Haushalten Bandbreiten von mindestens 30 Mbit/s pro Sekunde bereitzustellen. Mittelfristig soll das Breitbandnetz für Bandbreiten von 100 Mbit/s pro Sekunde ausgebaut werden. „Lediglich 6,7 Prozent der Haushalte im Landkreis gelten nach einer durch die Firma Micus Strategiebertaung GmbH erstellten Machbarkeitsstudie als unterversorgt, da sie keinen Zugriff auf Bandbreiten größer als 30 Mbit/s haben. Das entspricht knapp 3700 Haushalten“, betont Landrat Ernst Walter Görisch.
Für diese Gebiete bestehe jetzt die Möglichkeit eines geförderten Ausbaus durch Bundes- und Landesprogramme. Um das kreisweite Breitband-Cluster schnellstmöglich zu realisieren und die Fördermöglichkeiten zu nutzen, stimmten die Mitglieder des Kreisausschusses einstimmig dafür, dass die Stadt Alzey sowie die Verbandsgemeinden den Landkreis Alzey-Worms per öffentlich-rechtlichem Vertrag beauftragen, den Breitbandnetzausbau vorbehaltlich der Bewilligung von Bundes- und Landesmitteln im dargestellten Umfang durchzuführen. Dabei soll der Breitbandnetzausbau über das so genannte Wirtschaftlichkeitslückenmodell realisiert werden und die jeweilige Verbands- oder Ortsgemeinde die auf sie entfallenden verbleibenden Kosten der Wirtschaftlichkeitslücke übernehmen.
7,9 Millionen Euro Gesamtkosten
Die Gesamtkosten der Wirtschaftlichkeitslücke belaufen sich nach derzeitigem Stand auf rund 7,9 Millionen Euro. „Der Bund fördert die Wirtschaftlichkeitslücke von kreisweiten Breitbandprojekten mit bis zu 50 Prozent und das Land Rheinland-Pfalz mit bis zu 40 Prozent, womit ein Zuschuss von 90 Prozent möglich ist“, informierte Landrat Ernst Walter Görisch. Insgesamt belaufe sich die Höhe des Zuschusses auf rund 7,2 Millionen Euro.
Nachdem eine volle oder teilweise Finanzierung der verbleibenden zehn Prozent der Wirtschaftlichkeitslücke (rund 800.000 Euro) durch den Landkreis nicht möglich ist, ist vorgesehen, dass der Landkreis als Antragssteller auftritt und die Maßnahmen abwickelt, die Kosten von der Stadt Alzey und den Verbandsgemeinden, welche die betroffenen Ortsgemeinden in eigener Regelungshoheit beteiligen können, getragen werden. Die Investitionskosten betragen nach heutigem Stand für die Stadt Alzey und die Verbandsgemeinden im Landkreis zwischen 30.000 und 314.000 Euro.