FUSSBALL OBERLIGA RHEINLAND-PFALZ: TSG Pfeddersheim verliert die Generalprobe vor dem Start / Saar bei Regionalliga-Absteiger SC Hessen Dreieich nach starker erster Hälfte noch 2:5
Letzter Test geht schief
Im Vollsprint Richtung Saisonstart: Mittelfeld-Spieler Fabio Schmidt zeigte in der ersten Hälfte der Partie bei SC Hessen Dreieich genau wie sein Team eine starke Leistung. Die TSG Pfeddersheim scheint bereit für den Auftakt der Oberliga-Saison 2019/2020 am Samstag zu Hause gegen TuS Mechtersheim. Foto: Marcus Diehl
Von Jürgen Jaap | Normalerweise sind Fußball-Trainer nicht gerade erbaut, wenn ihre Elf eine glatte Niederlage hinnehmen musste, wie es dem Fußball-Oberligisten TSG Pfeddersheim jetzt im letzten Testspiel vor dem Start in die Saison 2019/2020 beim Regionalliga-Absteiger SC Hessen Dreieich widerfuhr. Normalerweise. Der klaren 2:5-Pleite gegen den ambitionierten hessischen Oberligisten gewann Christoph Hartmüller aber durchaus positive Seiten ab. „Wir haben 40 richtig gute Minuten Fußball gegen eine enorm starke Mannschaft gespielt“, fand der 32-jährige Trainer der TSG Pfeddersheim. Bis zur 45. Minute führte Pfeddersheim in Dreieich noch 2:1. Und dann kam Varol Akgöz über die TSG daher. Der vom benachbarten Südwest-Regionalligisten Kickers Offenbach nach Dreieich gewechselte Mittelstürmer schnürte einen „Vierer-Pack“ und in der zweiten Hälfte dazu einen lupenreinen Hattrick. Der letztjährige Dritte der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar musste eine 2:5-Niederlage mit auf die Reise nach Worms nehmen.
Startelf überzeugte
Christoph Hartmüller zeigte sich dennoch bei bester Laune. „Das war genau der richtige Härtetest vor dem Start in die Saison.“ Zwar lagen die Gäste früh durch ein Tor von Tino Legator zurück (3.), kamen aber sofort gut ins Spiel. Christopher Ludwig mit einem verwandelten Foulelfmeter (5.) und Sebastian Kaster (8.) schossen die TSG in Front. „Wir haben das Spiel bestimmt und hatten Hessen Dreieich im Griff“, sah Christoph Hartmüller seine überzeugend aufspielende Startelf lange obenauf. Bis eben der routinierte SC-Mittelstürmer Varol Akgöz fast mit dem Pausenpfiff ausglich. Bitter für die TSG: Direkt vor dem Gegentreffer hätte Sebastian Kaster allein auf den SC-Keeper von Dreieich zulaufend das 3:1 erzielen müssen.
Wechsel brachten TSG aus dem Tritt
Überhaupt: Insgesamt verlief die Partie (Hartmüller: „Wir haben die Gegentore zu äußerst ungünstigen Zeitpunkten bekommen.“) für die TSG unglücklich. Ein Gegentreffer direkt vor der Pause, einer direkt danach. Die vom Pfeddersheimer Coach ob der großen Hitze zahlreich vollzogenen Wechsel brachten die Gäste zudem augenfällig aus dem Tritt. „In der zweiten Hälfte hatten wir zu große Abstände zu den Gegenspielern“, fand Christoph Hartmüller. Insbesondere Varol Akgöz bestrafte dies mit einem astreinen Hattrick (48., 59., 63.) zum 5:2 für seine Farben gnadenlos. „Am Ende entschied die individuelle Klasse von Hessen Dreieich das Match“, resümierte Christoph Hartmüller keineswegs enttäuscht. Unterstrich seine Mannschaft doch schließlich in der ersten Halbzeit, dass die vor dem Oberliga-Startschuss am Samstagmittag (15:30 Uhr) zu Hause im Uwe-Becker-Stadion gegen TuS Mechtersheim gut in Form ist.