Mi., 31. Juli 2013, 09:15 Uhr
LINKE besucht Stadtteilbüro im Wormser Süden
Der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Wormser Stadtrat, Sebastian Knopf, besuchte kürzlich, das neue Stadtteilbüro und die Spiel- und Lernstube in der Boosstraße.
Nach einem Rundgang durch die Einrichtung trafen Sebastian Knopf und Mitglieder des BewohnerInnenvorstandes sowie Sara Biedinger, Quartiersmanagerin, zu einem Gespräch zusammen.
Sara Biedinger erläuterte die neuen Entwicklungen im Wormser Süden. Insbesondere wies sie auf den durch die Stadt Worms umgesetzten Neubau des Stadtteilzentrums hin. Im neuen Stadtteilzentrum finden das Stadtteilbüro und die Spiel- und Lernstube Platz. Für die Bewohner/innen gibt es zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten als Begegnungszentrum, Veranstaltungsort u.v.m., die rege genutzt werden.
Mit Mitteln aus der "Sozialen Stadt"
Derzeit leben ca. 250 Menschen im sogenannten Wormser Süden, der mit Mitteln des Bund- Länderprogramms "Soziale Stadt" gefördert worden ist. Die Spiel- und Lernstube existiert bereits seit 30 Jahren und ist ein unverzichtbarer Baustein im Bereich der Bildung für Kinder und Jugendliche des Quartiers.
Mit Hilfe des Soziale Stadt-Programms und der Tatkraft der Wohnungsbau GmbH, der Stadt und des Diakonischen Werkes konnten in der Boosstraße dringend notwendige Entwicklungen angestoßen und umgesetzt werden. Nicht nur baulich, sondern auch innerhalb der Bewohnerschaft machen sich diese positiven Effekte bemerkbar. Nachbarschaftshilfe wird groß geschrieben, die Menschen engagieren sich ehrenamtlich, übernehmen Verantwortung für ihr Lebensumfeld und engagieren sich auch gesellschaftlich. Einen großen Anteil daran hat als unterstützende Funktion das verlässliche Quartiermanagement.
Im Gespräch erfuhr Knopf, dass die Stelle des Quartiersmanagment noch bis Ende des Jahres aus Landesmiteln, kommunalen und kirchlichen sowie privatwirtschaftlichen Mitteln finanziert ist. Die anwesenden Mitglieder des Bewohnervorstandes betonten die Wichtigkeit des Quartiermanagements gerade in der Unterstützung der Arbeit des Vorstandes und der Kooperation mit anderen Institutionen, und sprachen sich mit Nachdruck dafür aus, die Stelle auch über das Jahr 2013 weiter zu sichern.
Sozialberatung sichern
Ebenfalls zu sichern sei die Sozialberatung, so der BewohnerInnenvorstand. Darauf seien die Menschen im Wormser Süden dringend angewiesen. So lassen sich heute kleinere und größere Probleme vor Ort lösen, die morgen zu ausgewachsenen Krisen führen würden auch mit den entsprechenden finanziellen Folgen.. Notwendig bleibt auch die intensive Jobberatung für die Jugendlichen und Erwachsenen, die direkt im neuen Stadtteilzentrum angesiedelt sein muss, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.
Nach dem Gespräch erklärte Sebastian Knopf: "Die Entwicklung in der Boosstraße ist sehr bemerkenswert und zeigt einmal mehr, wie wichtig und erfolgreich das Programm "Soziale Stadt" war und ist. Deswegen ist es um so mehr zu kritisieren, dass es von Seiten des Bundes eine massive Mittelkürzung von 95 Mio EUR im Jahr 2010 auf heute 40 Mio gab. Zudem wurde die Verknüpfung von sozialen und städtebaulichen Maßnahmen untersagt. Dies ist absolut kontraproduktiv." DIE LINKE, so Knopf weiter, wird sich dafür einsetzen, dass die Stelle des Quartiermanagements dauerhaft gesichert bleibt.