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  • So., 08. März 2015, 19:22 Uhr
    Sebastian Knopf möchte nicht mehr Parkhäuser, sondern einen besseren Shuttle-Service zu bestehenden Abstellflächen

    Linke fordern eine Stärkung von Park & Ride in Worms

    Die Linken fordern, dass intensiver für Das P & R Parkhaus hinter dem Hauptbahnhof geworben wird. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Der Vorsitzende der Wormser Linksfraktion im Stadtrat, Sebastian Knopf, forderte bei der letzten Ratssitzung am Mittwoch einen Ausbau des Park & Ride Systems in Worms. Als Vorbilder nannte er Mannheim, Stuttgart oder auch Oldenburg. Dort funktioniere dies weit besser als in der Nibelungenstadt und werde auch von den Menschen angenommen. Hintergrund der Debatte im Stadtrat war die Sanierung der Parkhäuser, so ging es unter anderem um die Sanierung der Tiefgarage in der Friedrichstraße und den Neubau des Parkhauses an der Koehlstraße.

    Parkhaus am Bahnhof bewerben

    Entscheidend ist Knopf die Frage, ob die Stadt noch weitere Parkhäuser in Worms braucht. Dies beantwortete der Fraktionsvorsitzende am Mittwoch ganz klar mit nein. Eher müsste das Park & Ride Angebot verbessert werden und besonders das Parkhaus hinterm Wormser Hauptbahnhof intensiver beworben werden. Dort stehe ein attraktives Parkhaus, was nicht ausgelastet ist, so Knopf. Dies aber auch nur, so Knopf gegenüber dem NK, weil keine Werbung für das Parkhaus gemacht werden dürfe, da es gemäß Förderrichtlinien nur als Park & Ride Parkhaus für Bahnfahrer genutzt werden darf. Hier muss dringend eine Regelung mit dem Land getroffen werden, es nicht hinnehmbar, das Haus noch weiter leer stehen zu lassen. Dies habe mit Wirtschaftlichkeit nichts mehr zu tun. Zur Not müsse man eben Teile der Fördergelder zurückzahlen, forderte der Linke.

    Keine Fördergelder zurückzahlen

    Oberbürgermeister Michael Kissel hatte in der Stadtratsitzung am Mittwoch dazu erklärt, man befinde sind in intensiven Gesprächen mit dem Land, doch könne man keine Fördergelder zurückzahlen, denn dies ginge in die Millionen. Und diese Geld habe die Stadt nicht.

    Park & Ride vom Festplatz

    Eine weitere Forderung von Knopf ist es, das Park & Ride Angebot auf dem Festplatz deutlich zu verbessern. Es ist aus Sicht der Linken nicht attraktiv, erst für den Parkplatz Geld zu bezahlen, dann im Linienbus nochmal Geld für die Fahrkarte. Man könnte es zum Beispiel so machen wie in Stuttgart Degerloch, wo man den Parkschein als Fahrkarte im gesamten Stadtgebiet nutzen kann.
    „Es macht keinen Sinn, weiteren Verkehr in die Stadt zu holen. Ziel muss es sein, den Verkehr draußen zu halten. Das hat auch nichts mit Erziehung der Bürger zu tun, sondern mit Schaffung von Anreizen, nicht mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Anstatt Ideen nur abzubügeln, sollte die Stadtspitze sowie CDU, SPD und FDP mal in anderen Städten nach Beispielen schauen, wie man es machen könnte und dann überlegen, was für Worms Sinn macht. Politik hat die Aufgabe, gesellschaftliche Entwicklungen zu steuern und zu beeinflussen und nicht ihnen einfach nur hinterherzurennen.“

    Auch Karl Müller (FWG) forderte ein besseres Park & Ride Angebot in Worms und verwies auf Speyer.

    Keine stadtnahe Fläche

    Oberbürgermeister Michael Kissel wies in der Ratssitzung jedoch daraufhin, dass Worms keine so stadtnahe, große Abstellfläche habe wie Speyer.

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