Jeweils von links: vordere Reihe: Dieter Michaelis, Gabi und Michael Hertz; hintere Reihe: Melitta Bender, Fred Trumpler, Frank Frey, Karin Holl, Ortsbürgermeister Reiner Schmitt
Immer wieder erreichen die Ortsgemeinde Guntersblum oder den Kulturverein Anfragen zur Familienforschung. Und immer wieder entsteht hierbei ein so nachhaltiger Dialog, dass die Anfragenden den Ort ihrer Wurzeln besuchen. So konnten denn auch Vertreter der Projektgruppe „Stolpersteine“ und des Kulturvereins, sowie Ortsbürgermeister Reiner Schmitt wieder Nachkommen ehemaliger jüdischer Guntersblumer Bürger begrüßen.
Gabi und Michael Hertz waren aus Berlin angereist, um sich die Spuren der Vorfahren von Michael Hertz anzusehen. Michael Hertz, ehemaliger Leiter der Internationalen Schule „Nelson Mandela“ in Berlin, widmet sich seit seiner Pensionierung der Ahnenforschung. Dieter Michaelis von der Stolpersteingruppe und Frank Frey vom Kulturverein konnten ihm dazu viele Informationen geben, inklusive einer sorgfältig recherchierten und zu Papier gebrachten Familienchronik.
Nach einer im Rathaus geführten Gesprächsrunde und dem Eintrag in das Goldene Buch von Guntersblum führte der erste Weg auf den Jüdischen Friedhof, wo mehrere Grabsteine der Hertzverwandtschaft erhalten sind. In Dieter Michaelis hatten die Besucher einen kompetenten Begleiter und Ansprechpartner für alle Fragen. Danach fand ein Rundgang zu den in Guntersblum verlegten Stolpersteinen statt mit einem Abstecher in das Museum und in die ehemalige Synagoge. Bei einem abschließenden Imbiss ließ man dann in gemütlicher Runde noch einmal den Tag Revue passieren.
Gabi und Michael Hertz bedankten sich für den interessanten und für sie sehr bewegenden Tag und zeigten sich beeindruckt von der Arbeit und dem Engagement der Stolpersteingruppe und des Kulturvereins sowie auch von dem Ort Guntersblum selbst.