Spiel-und Lernstube des Diakonischen Werkes: Vorstadtkrokodile führen Corona-Aufholprogramm in den Pfingstferien durch
Lücken schließen – Motivation stärken
Esma beim Laufdiktat.
Auch in der Spiel- und Lernstube des Diakonischen Werkes in der Boosstraße sind die Folgen der Corona-Pandemie insbesondere für Schulkinder sehr deutlich geworden.
Über ein Jahr mit Lockdowns, Homeschooling, Wechselunterricht, fehlender Unterstützung und Förderung, Angst, Unsicherheiten, Einschränkung von sozialen Kontakten haben bei vielen Kindern zu nachhaltigen, negativen Auswirkungen geführt.
Einrichtungsleiter Gerold Hirschler: „Wir haben gesehen, dass einzelne Kinder die Belastungen und Einschränkungen vergleichsweise gut verkraftet haben, in der Breite war jedoch eindeutig ein Nachlassen der schulischen Leistungsfähigkeit, der Verlust an Grundwissen, Struktur und Motivation und auch eine psychische Belastung zu erkennen.“
In den Pfingstferien hat das Team der Spiel- und Lernstube daher ganz bewusst ein Corona-Aufholprogramm konzipiert, um mit den Kindern an entstandenen Lücken zu arbeiten, Grundlagen wieder einzuüben und auch gezielt die Motivation wieder aufzubauen.
In kleinsten Settings mit allen Schutz-und Hygienevorschriften wurde in pädagogisch geeigneter Weise teils schulisch, teils spielerisch mit den Kindern gearbeitet, um wieder Wissen, Selbstbewusstsein und eine positive Einstellung zu gewinnen.
Ausgewogenes Gesamtpaket
Rechtschreibung, Einmaleinsreihen, sinnerfassendes Lesen, Bruchrechnung, Grammatikübungen, Quizspiele, Bewegungseinheiten uvm. wurden so für ein ausgewogenes, dem Leistungs- und Entwicklungsstand angepasstes Gesamtpaket kombiniert.
Das Programm wurde klassenspezifisch in festen Zeitfenstern durchgeführt, so hatten die Kinder auch noch die Möglichkeit außerhalb „ihrer Zeiten“ einfach die Ferien zu genießen.
Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen und gerade auch die Eltern waren von Idee und Durchführung des Corona Aufholprogramms sehr angetan und alle gemeinsam sahen dies als einen Fixpunkt auf dem Weg zurück in die gerade für die Kinder so dringend nötige „Normalität“. Treffender als eine Zweitklässlerin am Anfang des Programms kann man es wahrscheinlich nicht formulieren: „Wir schicken Corona einfach weg !“