Mit der neuen Broschüre „Worms: Weinerlebnis“ möchte das Stadtmarketing einen weiteren Nibelungenschatz entdeck- und erlebbar machen
Lust und Durst auf die Weinstadt Worms entfachen
VON ROBERT LEHR „Worms ist reichhaltig an Historie und kulturellen Highlights“, so Kai Hornuf zu Beginn der Vorstellung der neuen Broschüre „Worms: Weinerlebnis“ am Montagmorgen. Und bei der Vielzahl an Themen in der Stadt gebe es auch einige, die „wie der verborgene Schatz der Nibelungen“ seien. Doch diese, so der Geschäftsführer des Stadtmarketings Nibelungenstadt Worms e.V., müsse man „entdecken und erlebbar machen“.
Daher zeigte Hornuf sich besonders froh, dass der Gastgeber der Vorstellung des 40-seitigen Heftes im handlichen A5 LangDin Format, der Wormser Tiergartens sei. In dessen Tiergartenschule kamen so u.a. Winzer, Grafiker, Weinfreunde, Verantwortliche der Sponsoren und Funktionsträger der Stadt zusammen, um dem Relaunch der letzten vergleichbaren Broschüre aus dem Jahr 2008 beizuwohnen.
Denn hier im Wormser Wäldchen sei mit Liebe, Sachverstand und ehrenamtlichem Engagement ein „Juwel der Wormser Freizeitgestaltung“ entstanden.
Auch mit der kontinuierlichen Arbeit der Wormser Winzer habe eine stetige Verbesserung des Weinanbaus- und Marketings in der Stadt Worms stattgefunden. Hier sieht der Stadtmanager Parallelen zum Tiergarten. Beide seien „herausragende Visitenkarten von Worms, um die uns zahlreiche Städte beneiden“.
Zahlreiche Genießer hätten so den Wormser Wein schon schätzen und lieben gelernt. Aber es gebe noch reichlich „Luft nach oben“, um ihn bekannter zu machen. Schließlich sei die Nibelungenstadt die drittgrößte weinbautreibende Gemeinde Deutschlands.
Auf die vielfältigen Angebote hinweisen
Mit der neuen Broschüre habe man nun etwas an der Hand, um auf die vielfältigen Angebote hinzuweisen. Dies seien neben den über 20 Winzern auch Empfehlungen entsprechender Weinfeste oder Plätzen, die etwas mit Wein zu tun haben. Durch die Präsentation der Broschüre auf Messen, ihrer Weitergabe in der Tourist-Info oder durch Wormser Hotels und Gastronomen möchte das Stadtmarketing auf diese Art „Lust und Durst auf die Weinstadt Worms entfachen“.
In einer Gesamtauflage von 10.000 Stück sei man jetzt u.a. beim Mannheimer Maimarkt vor Ort. An einem vergrößerten Stand können Weine von verschiedenen, jeweils am Stand anwesenden Wormser Winzern, verkostet werden.
Auch die einzelnen Weingüter, die im Laufe des Jahres die verschiedensten Messen besuchen, können mit der Broschüre für ihre Heimatstadt werben. Dank der Anzeigen, der beteiligten Winzer, des Stadtmarketings und der Sponsoren sei diese informative Broschüre möglich geworden, die komplett auch in der Nibelungenstadt produziert worden und kostenlos erhältlich sei.
Ebenso wie die Freizeitbetriebe mit ihrem Tiergarten, seien auch zahlreiche Winzer Mitglied im Stadtmarketing. Von daher stelle die Broschüre und deren heutige Vorstellung ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit und die möglichen Kooperationen der Vereinsmitglieder dar. Mit dem Tiergarten wie dem Wein wolle man die Attraktivität der Stadt weiter erhöhen und deren positiven Punkte der Bevölkerung wie den Gästen besser kommunizieren.
Die Wormser Marktwinzer z.B. zeigten mit ihrem bestens angenommenen Angebot des samstäglichen Weinstandes auf dem Wochenmarkt, wie relevant das Thema Wein in Worms sei, so Hornuf. Die gelte es, in enger Zusammenarbeit auch mit den Gastronomen weiter zu fördern.
Eine Stadt des Weines!
Der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel zeigte sich hoch erfreut über das neue Druckwerk. Es wirke gleichermaßen nach Innen wie Außen und zeige deutlich, dass Worms mehr sei, als nur die Stadt der Nibelungen und der Religionen, sondern eine des Weines.
„Was gibt es denn schöneres, als ein oder zwei Glas guten Wormser Weines in netter Runde zu trinken“, fragte das Stadtoberhaupt rhetorisch. Daher verwies er auch auf das Vorwort von Hartmut Keil, dem es immer wieder gelinge, Weingenuss und Geselligkeit auch immer mit der regionalen Kultur und dem Dialekt zu vereinen.
An Winzer und Stadtmarketingvorstand Christian Spohr richtete Michael Kissel auch den Dank, dass im Gegensatz zu früher heute die rheinhessischen Winzer zusammenarbeiten könnten und das Feld nicht mehr so stark vom Wettbewerb untereinander geprägt sei. Die vorliegende Broschüre belege dies deutlich. Auch die Marktwinzer oder die Vinovation seien beste Beispiele. Sie alle fänden sich im Stadtmarketing zusammen, wobei Kissels Dank vor allem an Kai Hornuf ging. Er arbeite unermüdlich daran, dass das Stadtmarketing als Plattform der Informationen und des Austausches untereinander verstanden werde. „Mit diesem Pfund können wir wuchern“, schloss Kissel.
Christian Spohr gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Wein in diesem Jahr so gut werde wie die Broschüre es jetzt schon sei. „Wir Winzer möchten im Stadtmarketing aber noch einiges tun, wenn es um den Wein geht“, so der Abenheimer. Er unterstrich, im Stadtmarketing weiterhin Schnittstelle zu den Winzern sein zu wollen, um noch besser zusammenzuarbeiten. „Das Stadtmarketing ist die ideale Plattform, um alle Winzer in ein Boot zu bekommen“, unterstrich Spohr, bevor man bei Wormser Wein, Wasser oder Traubensaft die strahlende Frühlingssonne auf der Terrasse der Tiergartenschule genoss.
Hartmut Keil, Michael Kissel, die Winzer Christian Spohr und Christoph Lösch, Hans-Georg Pilz als Projektmanager für die Broschüre,und Kai Hornuf stoßen auf das gelungene Werk an (von links). Foto: Robert Lehr