
Von Regina Urbach Am Reformationstag 2017 wird in Worms kein Lutherstück gespielt? „Dann schreibe ich eben eins!“, sagte sich Schauspieler und Regisseur Thomas Stoll, der seit Jahren bei den Nibelungenfestspielen mitwirkt. Mit Darstellern der Szene 9 wird nun also Junker Martin (David Heilig) noch einmal die wichtigen Stationen seines Lebens im Lincolntheater mit den Wormsern teilen. Kaiser Karl V., Thomas Müntzer, Verhörleiter Johann von Eck und Unterstützer Georg Spalatin treten ebenso auf wie Katharina Bora nebst vier jungen Freundinnen, für die die Szene 9 noch theaterbegeisterte Darstellerinnen sucht.
In 20 Szenen klärt das Stück über Anekdoten, dunkle Seiten, Helfer und Nachwirkungen Luthers auf, und zwar überkonfessionell am 31. Oktober und 1. November jeweils um 19 Uhr. Bühnenbild, Proben und Kostüme sind in Arbeit. Eröffnet wird die Theatersaison am 10.09. mit Vernissage und Ausstellung über Geschichten aus dem zehnjährigen Werdegang der Szene 9 und dem Stück „Konsequenzen“ von Benedict Schulz.
Dass im Lincoln Platz ist für alle Formate, die den Wormsern ans Herz gewachsen sind, zeigt die Kooperation mit der Jazz-Initiative BlueNite (Jazztage 11./12.11.), das vielfältige Angebot an Kindertheater (z.B. „Am Samstag kam das Sams zurück“ 21.09.), Poetry Slams (05.10., 07.12.), Comedy, Konzerte und Lichtbildvorträge. Künstler wie Marcel Adam (16.09.) lieben das Lincoln seit Jahren.
Eine Nase für Neues beweist der Förderverein unter Vorsitz von Michaela Langner auch mit dem Trend „Rudelsingen“ (06.11.) für alle, die Spaß am Singen und keine Zeit für einen Chor haben, Improtheater (02.11.) oder dem Jugendtheater mit „Tschick“ nach dem Kinoerfolg und Jugendbestseller von Wolfgang Herrndorf (23.10.). Auch die stets ausverkauften „Stillen Töne“ (08.12.) und die Wormser Band „Soul On“ (21.12.) haben zum Jahresende ihren festen Platz im Lincoln gefunden.
Zuletzt konnte der Verein mit rund 170 Mitgliedern Mischpult und Sitzbezüge erneuern, einen neuen Flügel anschaffen und spart auf eine automatisch entrollbare Großleinwand. Vorbuchungen reichen bis Anfang 2019, Sponsoren und ehrenamtliche Unterstützer sind willkommen.
Das ansprechend bebilderte Theaterprogramm liegt nun vor, Karten gibt es beim Nibelungen Kurier und an den bekannten Vorverkaufsstellen.
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