Für insgesamt 700.000 Euro werden die Wege und befestigen Flächen auf dem Lutherplatz mit dunklem Granit neu gepflastert / Weitere Maßnahmen
Lutherplatz wird komplett saniert
Das Lutherdenkmal ist eines der Wahrzeichen von Worms und wird jährlich von vielen Touristen und Einheimischen besucht. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Das Lutherdenkmal wurde im Jahr 1868 erbaut und ist mit dem dazugehörenden Platz bzw. Park eines der Wahrzeichen von Worms. Nach dem Dom ist es wohl von Touristen der am häufigsten besuchte Orte der Nibelungenstadt. Aber auch bei den Wormsern erfreut sich der Platz mit seinen hübschen Blumenarrangements und ausladenden Bäumen größter Beliebtheit. Doch ist der Platz mittlerweile in die Jahre gekommen, besonders der Asphalt auf den Wegen ist in keinem guten Zustand mehr. Der Bauausschuss hat deshalb bereits im Oktober 2010 die Weichen für die Sanierung des Platzes gestellt. Verschiedene Maßnahmen sollen im Zuge dieser Sanierung umgesetzt werden. Der erste Schritt ist die Neugestaltung der befestigten Flächen und Wege, was am Donnerstag vom Bauausschuss vor Ort beraten wurde.
Dies betrifft zunächst ausschließlich die Flächen und Wege innerhalb des Lutherplatzes. Darüber hinaus ist seitens der Verwaltung angedacht, die in den kommenden Jahren die Flächenerneuerung auch auf die Ringanlagen auszudehnen. Weiterhin sollen auf dem Lutherplatz auch Gasleuchten, die den Platz nicht ausreichend ausleuchten, weichen und durch neue, adäquate Lampen ersetzt werden. Beschädigte oder verschwundene Bänke und Papierkörbe sollen ersetzt und um weitere Exemplare sowie um Sitzwürfel aus Granit ergänzt werden.
Dunkler Garnit Bezüglich der Pflasterung folgt der Bauausschuss der Empfehlung der Verwaltung, die sich für einen dunklen Granit mit geflammter Oberfläche ausgesprochen hat. „Dieser Stein kommt dem Denkmal und seiner Umgebung farblich am nächsten, die dunkle Oberfläche fügt sich in das Gesamtbild harmonisch ein, ohne von der Stätte abzulenken“, erklärt Baudezernent Uwe Franz gegenüber dem Nibelungen Kurier. Vorteile bringe auch die geflammte Oberfläche mit sich, da sich diese erfahrungsgemäß leichter reinigen lasse. Die Steine sollen wie beispielsweise auf dem Schlossplatz als Segmentbogenpflaster verlegt werden, um die Fläche lebendiger wirken zu lassen. Noch in diesem Jahr wird die Stadt 350.000 Euro in die Sanierung des Platzes investieren.Konkret bedeutet dies, es werden die Planungen abgeschlossen und die Granitsteine gekauft.
Für 2015 sind weitere 350.000 Euro für die eigentlichen Bauarbeiten, also das Verlegen des Pflasters, eingeplant. Vorgesehen ist ein früher Baubeginn, sodass zu Jazz & Joy und zu den Nibelungen Festspielen die Arbeiten abgeschlossen sind. Sollte die Frühjahrswitterung nicht mitspielen oder wird das Material nicht rechtzeitig geliefert, werden die Arbeiten nach den beiden Großveranstaltungen bis zum Jahresende ausgeführt. Der Auftrag wird nicht abschnittsweise, sondern im Ganzen vergeben, sodass der Platz unter Umständen – je nach Arbeitsweise der ausführenden Firma – für die Dauer der Maßnahme nicht begehbar sein wird.