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  • Do., 29. Juni 2017, 11:58 Uhr
    Werke aus dem Nachlass von Gustav Nonnenmacher sollen Kirchengemeinde unterstützen

    Lutherrosen für die Magnusgemeinde

    Die Übergabe der Werke aus dem Nachlass ist auch Ausdruck der besonderen Verbundenheit und Wertschätzung der Familie Nonnenmacher der Magnusgemeinde gegenüber.


    „Der Gustav Nonnenmacher ist einer der großen Wormser Künstler nach dem zweiten Weltkrieg gewesen, der auch beim Wiederaufbau ganz viel in Kirchen gearbeitet hat“, erklärt Pfarrer Dr. Achim Müller den engen Bezug, den der bereits 2012 verstorbene Künstler zur Reformationsstadt hatte. Der Theologe der Magnusgemeinde erinnerte an die sehr bekannte Lutherrosenaktion, bei der Nonnenmacher Anfang der 50er Jahre aus dem Holz des Pfiffligheimer Lutherbaums Rosen schnitzte, die nicht nur in Deutschland sondern auch in Amerika sehr erfolgreich verkauft wurden und deren Erlös dem Wiederaufbau der evangelischen Innenstadtkirche in Worms zu Gute kam.

    Nach dem Tod des Künstlers fanden die beiden Erben Ulrike Arnold und Prof. Dr. Frank Nonnenmacher über 300 kolorierte Abgüsse dieser Rosen. Da der genaue Anlass für die Erschaffung dieser kleinen Kunstwerke den Erben verborgen blieb, gingen sie davon aus, dass ihr Vater an die erfolgreiche Aktion in der Vergangenheit anknüpfen wollte und beschlossen, die Abgüsse der Lutherrosen im Reformationsjahr 2017 verschiedenen Institutionen der Lutherstädte Eisleben, Eisenach, Wittenberg und Worms zu spenden.

    Pfarrerin Jutta Herbert und Pfarrer Dr. Achim Müller aus der Wormser Magnusgemeinde zeigten sich hoch erfreut bei der feierlichen Überreichung der Kunstwerke am vergangenen Mittwoch in der Magnuskirche und erklärten, dass sich die Abgüsse durch Nonnenmachers Verbundenheit zur Reformationsstadt Worms in erster Linie durch einen sehr hohen ideellen und kulturellen Wert auszeichnen. „Daher haben wir uns entschlossen, die Werke als ein besonderes Dankeschön an Förderer der Magnuskirche zu verschenken, an Personen, die mehr als 200 Euro für den Erhalt der Kirche und die Gemeindearbeit spenden“, erläutert Pfarrer Müller die weitere Verwendung der Lutherrosen.

    „Mit dieser Schenkung zeigt sich aber auch die besondere Verbundenheit und Wertschätzung der Familie Nonnenmacher der Kirchengemeinde gegenüber”, ergänzte Präses Alexander Ebert bei der feierlichen Übergabe der Lutherrosen. „Das dies im Jahr der Reformation geschieht, aber auch im Hinblick auf die Renovierung der Magnuskirche, lässt den Kreis schließen und vollendet damit das Werk und Wirken des Wormser Künstlers Gustav Nonnenmacher. Dafür können wir alle sehr dankbar sein, ich bin es jedenfalls”, so der Vorsitzende der Dekanatssynode abschließend. 

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