Di., 28. März 2017, 12:52 Uhr
Orgelmusik von Bach, Buxtehude und Mendelssohn-Bartholdy und auch heitere und lyrische Stücke in eigener Bearbeitung für das symphonische Instrument
Lyrisches Konzert auf der Schäfer-Orgel
Zu einem besonderen Frühlingskonzert lud die evangelische Kirchengemeinde Gimbsheim die Freunde der Orgelmusik am vergangenen Samstag ein. Dazu spielte der nebenamtliche Organist und gebürtige Gimbsheimer Dr. Matthias Fischer auf seiner „alten“ Orgel auf. Die 1869 von Johann Heinrich Schäfer aus Heilbronn erbaute Orgel wurde 2003 restauriert und ist die älteste Kegelladen- Orgel in Rheinhessen. Leider ist sie selten in Konzerten zu erleben. So lies es sich der Interpret nicht nehmen, neben reiner Orgelmusik von Bach, Buxtehude und Mendelssohn-Bartholdy auch heitere und lyrische Stücke in eigener Bearbeitung für das symphonische Instrument zu präsentieren. Dabei kam das seltene Register „Klarinette“ zu besonderer Ehre: Der aus der volkstümlichen Musik entlehnte „Klarinettenmukl“ gelang täuschend echt und wurde vom Publikum freudig aufgenommen. Der heitere und lyrische Grundton wurde auch bei Bearbeitungen von Gospel, Tango und Pop-Musik beibehalten. Das Thema Frühling wurde durch den Frühlings-Stimmen Walzer von Johann Strauss, La primavera von Antonio Vivaldi und Le coucou von Louise Claude Daquin in Tonbilder gegossen. Mit einem dramatischen Finale mittels „Music“ von John Miles und dem nachdenklichen „What a wonderful world“ von Louis Armstrong ging nach mehr als einer Stunde ein denkwürdiges Konzert zu Ende.