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  • So., 10. Januar 2016, 20:15 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks gewinnen am Sonntag mit 2: 1 Toren bei den Wolfsburg Grizzlys

    MacMurchy schießt Adler zum Sieg

    Adler-Stürmer Ryan MacMurchy erzielte in Wolfsburg den Siegtreffer für Mannheim. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Wieder einmal war es der kanadische Top-Torjäger Ryan MacMurchy, der die Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zum Sieg schoss. Am Sonntag stand es nach der regulären Spielzeit zwischen Wolfsburg Grizzlys und den Mannheimer Adlern 1:1 unentschieden und es ging in die Verlängerung. Dort waren gerade einmal 42 Sekunden gespielt, dann erzielte Ryan MacMurchy den viel umjubelten 2:1 Siegtreffer für die Nordbadener.

    Es war ein kurioses Match. Die Mannheimer schossen in der 5. Minute den 1:0 Führungstreffer. Dieser Spielstand sollte bis zur 59. Minute oder exakt, bis 80 Sekunden vor dem Abpfiff Bestand haben, dann markierten die Grizzlys den Ausgleich. Und in der Verlängerung war dann „Big Mac“ zur Stelle.
    Das Match ist rasch zusammengefasst. Der erste Abschnitt gehört den Adlern, der zweite den Grizzlys und der dritte war ausgeglichen. Somit war das 1:1 nach 60 Minuten und die Punkteteilung gerecht. Dass Mannheim in der Nachspielzeit gewann und den Zusatzpunkt kassierte, hat natürlich etwas mit Glück, aber auch mit dem Wechsel bzw. der Modifikation der Taktik bei den Blau-Weiß-Roten zu tun. So setzen die Raubvögel nicht mehr ganz so vehement auf die Offensive, sondern zunächst heißt es, hinten möglichst stabil stehen und nichts zulassen. Diese Spielweise ist zwar nicht so spektakulär und ist nicht ganz so schön anzuschauen, aber sie hat Erfolg. Von den vier Partien im Januar konnten die Adler immerhin drei gewinnen, wenn auch zwei davon nur in der Verlängerung.

    In der Tabelle stehen die Adler auf Rang 7. Am kommenden Freitag haben die Adler spielfrei und am nächsten Sonntag gastieren die Eisbären Berlin in der Mannheimer SAP-Arena. Die Hoffnung der Nordbadener ist es, dass von den fünf verletzten Stammspielern (Dennis Reul, Niki Goc, Marcel Goc, Jamie Tardif und Brandon Yip) zumindest zwei wieder auflaufen können.

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Die Adler mit einem guten Beginn, bereits in der 5. Minute konnte Jochen Hecht nach Zuspiel von Ryan MacMurchy in Überzahl das 1:0 markieren. Auch in der Folge blieben die Mannheimer das optisch überlegene Team, ohne den wirklich ganz großen Druck entfalten zu können. Alles in allem war es von beiden Mannschaften ein ziemlich mäßiger Auftritt mit vielen Fehlpässen und Missverständnissen im Spielaufbau. Positiv bei Mannheim, sie standen sehr stabil in der Abwehr und ließen nur wenig zu. So ging es mit dem 1:0 in die Pause. Fazit: Kein schönes Spiel, aber eine verdiente Mannheimer Führung. Torschüsse: Mannheim 9 - Wolfsburg 8
    2. Drittel

    Die Grizzlys kamen hellwach aus der Kabine und nahmen nun die Zügel in die Hand. Der Druck der Niedersachsen nahm stetig zu. Mannheim schwamm teilweise gewaltig. Der Ausgleich lag in der Luft. Bereits nach sechs Minuten im zweiten Abschnitt hatten sich die Grizzlys mehr Chancen erarbeitet als im gesamten ersten Drittel. Mannheim versuchte in der Folge etwas Ruhe ins Spiel zu bringen. Die VW-Städter blieben jedoch im Vorwärtsgang. Allerdings haperte es bei den Grizzlys an der Effizienz vor dem Mannheimer Gehäuse. So stand es auch beim Gang in die Kabinen 1:0 für die Nordbadener. Fazit: Wolfsburg die eindeutig tonangebende Mannschaft. Mannheim rettete mit viel Glück und Geschick die knappe Führung über die Zeit. Torschüsse: Mannheim 11 - Wolfsburg 13

    3. Drittel

    Im letzten Drittel blieb Wolfsburg optisch stärker, doch konnte sich Mannheim mehr und mehr aus der Umklammerung der VW-Städter lösen. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Match mit Chancen auf beiden Seiten. Dann waren noch zehn Minuten zu spielen und es gab den Powerbreak, die kleine Werbepause, die es in jedem Drittel gibt. Schließlich waren noch fünf Minuten zu spielen und die Grizzlys setzte zu ihrer Schlussoffensive an. Aber die Adler standen stabil und agierten klug und defensiv. Dann noch drei Minuten. Die Adler hatten es schon fast geschafft, doch eine Minute und zehn Sekunden vor dem Abpfiff, erzielte Gerrit Fauser den 1:1 Ausgleich. Dies war auch der Stand nach 60 Minuten und es ging in die fünfminütige Verlängerung. Fazit: Ein ausgeglichener Abschnitt, doch war der 1:1 Ausgleich letztlich verdient und entsprach dem Spielverlauf. Torschüsse: Mannheim 7 - Wolfsburg 8

    Verlängerung

    Die Verlängerung lief gerade einmal 42 Sekunden, da hämmerte der Mannheimer Top-Stürmer Ryan MacMurchy in den Puck zum 2:1 Siegtreffer in die Maschen des Wolfsburger Tors. Somit nehmen die Nordbadener zwei Punkte mit nach Mannheim. Torschüsse: Mannheim 1 - Wolfsburg 0

     

    Statistik

    Wolfsburg : Mannheim 1:2 (0:1/0:0/1:0/0:1) n. V.

    Tore:  0:1 (o4:38) Hecht (MacMurchy) - PP1; 1:1 (58:50) Fauser (Likens) - 6FS; 1:2 (60:42) MacMurchy (Kink/Carle) - EQ;

    
Schiedsrichter: Aumüller / Schimm
    
Strafen: Mannheim 4 Min - Wolfsburg 4 Min
    Torschüsse: Mannheim 28 - Wolfsburg 29
    
Zuschauer: 3.100

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Wagner, Bittner, Richmond, Fischer, Carle, Akdag, Riefers - Kink, Joudrey, Buchwieser, Rheault, Metropolit, Raedeke, Ullmann, Hecht, MacMurchy, Palausch, Hospelt, Arendt,

    Wolfsburg: Brückmann (Vogl) - Wurm, Sharrow, Krupp, Bina, Hambly, Likens, Seifert - STas, Fauser, Dibelka, Furchner, Haskins, Höhenleitner, Wallace, Pfohl, Widing, Reiss, Mulock
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