
Am Montag durften die gesammelten EWR-Cents wieder wandern: EWR-Betriebsratsvorsitzender Hubert Diehl und Personalchef Bruno Hübler übergaben 1.000 Euro an die Eltern der kleinen Lisa Seltmann. Sie ist fünf Jahre alt und leidet an dem durch einen Gendefekt bedingten Joubert-Syndrom. Dadurch kann sie zum Beispiel nicht sprechen oder sich nicht allein fortbewegen. Auf Grund dessen benötigen die Eltern immer größere Hilfsmittel, um den Alltag zu meistern.
Große Aufgaben für die Familie
Die gesammelten Cents der EWR-Mitarbeiter kann Familie Seltmann daher sehr gut für einen Außenaufzug gebrauchen, damit Lisa leichter von einem Stockwerk in das andere kommt. Doch nicht nur die Hilfsmittel oder der behindertengerechte Umbau sind teuer: Das Joubert-Syndrom ist weltweit sehr selten – Familie Seltmann muss daher oft weite Wege fahren, um ärztliche oder therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Auch auf Unterstützung durch den Austausch mit anderen Betroffenen kann die Familie aufgrund der Seltenheit des Syndroms nicht zugreifen: Im deutschsprachigen Raum gibt es keine Selbsthilfegruppen oder andere Organisationen für den außergewöhnlichen Gendefekt.
Alles hinter dem Komma kommt in den Topf
Bei der Cent-Parade schickt ein Großteil der EWR-Mitarbeiter den kleinen Betrag hinter dem Komma ihrer monatlichen Gehaltsabrechnung in einen großen Spendentopf. Regelmäßig unterstützt der rheinhessische Energiedienstleister so soziale Projekte in der Region. „Diesmal wurden wir von einer Mitarbeiterin auf Lisa und ihre Geschichte aufmerksam gemacht“, erklärte Diehl. „Das war schon öfter der Fall und wir freuen uns, dass unsere EWRler so engagiert durchs Leben gehen.“ Die Cent-Parade läuft unterdessen weiter und die EWR-Mitarbeiter überlegen schon, welches Projekt sich auf die nächste Ausschüttung freuen darf.