
Lukas Dünne heißt der neue ehrenamtliche Beauftragte des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Worms. Der junge Mann folgt Professor Dr. Adrian Freiherr von Dörnberg nach, der das Ehrenamt viele Jahre bekleidete. Lukas Dünne gehört als Offizier wie auch Professor von Dörnberg dem Kreisverbindungskommando Worms an.
Oberbürgermeister Michael Kissel und Bruno Schwarz, Beauftragter des Volksbundes für den Bezirk Rheinhessen-Pfalz, überreichten dem 32-Jährigen nun im Rathaus die Ernennungsurkunde. „Ich freue mich, dass Lukas Dünne sich bereit erklärt hat, dieses Ehrenamt zu übernehmen“, unterstrich der Oberbürgermeister und hob gleichzeitig die Bedeutung des Volksbundes hervor. „Wir wollen die Kriegsgräber als Gedenkorte pflegen, um die so wichtige Erinnerungsarbeit weiter voranzubringen“, so der Stadtchef. Ihn selbst verbinden ganz persönliche Erinnerungen an den Volksbund.
Als Jugendlicher habe er sich regelmäßig an den Haus- und Straßenspenden der Organisation beteiligt, berichtete er. Und genau dieses Thema bereitet ihm derzeit Sorge: „Es wird immer schwieriger, Sammler zu finden“, bedauert er. Sein Wunsch: junge Menschen zu gewinnen, etwa Schüler, die sich zusammenschließen, um Haus- und Straßensammlungen durchzuführen.
Der Volksbund widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Darüber hinaus betreut er Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge und fördert unter anderem auch die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten. Rund 20.000 Jugendliche und junge Erwachsene nutzen dieses Angebot jährlich. Als Beauftragter für die Stadt Worms wird künftig Lukas Dünne der Ansprechpartner des Volksbundes vor Ort sein. Sein Aufgabengebiet wird insbesondere die ehrenamtliche Begleitung der Haus- und Straßensammlungen und den Kontakt zu Mitgliedern, Sammlern, Behörden und Vereinen umfassen.
Als Ansprechpartner und Berater werde er dem jungen Mann weiterhin gerne zur Verfügung stehen, betonte Wolfgang Hasch bei der Ernennung. Der Wormser engagiert sich selbst seit Jahrzehnten für die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge.
Ein wichtiger Kooperationspartner sei stets auch OB Kissel, erklärte Schwarz, der den Volksbund stets unterstütze. „Und gerade aufgrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen sind Mahnmale gegen den Krieg heute wichtiger denn je“, machte der Beauftragte deutlich.
Wer sich an den Haus- und Straßenspenden beteiligen möchte oder Fragen rund um die Kriegsgräberfürsorge hat, kann sich direkt mit Lukas Dünne in Verbindung setzen: lukas.duenne@gmx.de.
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