Stolpersteinverlegung vor den Adressen während der NS-Zeit ermorderter Juden
Mahnung wider das Vergessen
Dominik Schwab verlegte am Dienstag die Stolpersteine. Foto: Gernot Kirch
VON GERNOT KIRCH Der Verein Warmaisa und das Stadtarchiv Worms haben am Dienstagmorgen insgesamt 24 Stolpersteine in der Nibelungenstadt verlegt. Die einzelnen Steine sind auf dem Bürgersteig vor der jeweiligen Wohnadresse in das Pflaster eingefügt worden, an der die Betroffenen vor ihrer Deportation zuletzt gelebt hatten. Die Stolpersteine besitzen eine Messingoberfläche und tragen den Namen sowie das Geburts- und Todesdatum der Ermordeten. Das Verlegen der Stolpersteine ist eine Idee des Künstlers Gunter Demnig und findet bundesweit satt. Insgesamt sind in ganz Deutschland mittlerweile über 35.000 der kubischen Steine verlegt. In Worms wird die Aktion schon seit einigen Jahren durchgeführt. Die Stolpersteine finden sich in der gesamten Innenstadt und sollen eine Mahnung und ein Andenken an die in der NS-Zeit ermordeten Menschen jüdischen Glaubens sein. Die Stolpersteinverlegung begann am Dienstagmorgen in der Wallstraße 11 in der Wormser Altstadt. Der Stein ist dem Schicksal von Jakob Zacharias gewidmet, der 1871 geboren wurde und 1940 im Lager Buchenwald starb. Der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Gerold Bönnen, erinnerte an das Leben und die Leiden von Jakob Zacharias.