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  • Do., 01. Mai 2014, 17:08 Uhr
    Die zentrale DGB-Veranstaltung zum „Tag der Arbeit“ auf dem Wormser Marktplatz lockte bei Schmuddelwetter nur eine überschaubare Zahl von Besuchern an

    Maikundgebung in regnerischer Tristesse

    Das regnerische Wetter machte den Organisatoren der Maikundgebung einen Strich durch die Rechnung. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Der Erfolg einer Veranstaltung im Freien hängt zu großen Teilen vom Wetter ab. Diese Erfahrung mussten auch die Organisatoren des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bei der zentralen Kundgebung am 1. Mai zum „Tag der Arbeit“ auf dem Wormser Marktplatz machen. Die rund zweistündige Veranstaltung litt unter dem regnerischen Schmuddelwetter. Bereits zu Beginn um 10 Uhr regnete es und dies sollte mehr oder weniger die gesamte Zeitspanne über so bleiben. Die einzige kurze „Verschnaufpause“ gab es gegen 11 Uhr, als keine Tropfen aus dem Wolken fielen, doch sollte bald erneut ein Schauer niedergehen. Kein Wunder, dass sich die Zahl der Besucher in Grenzen hielt. Auf dem großen Marktplatz, der von zahlreichen Infoständen von Parteien und Organisationen umsäumt war, verlor sich meist eine überschaubare Anzahl von Neugierigen, die mit ihren Schirmen um die kleine Bühne standen.

    Europa der Bürger

    Die Eröffnungsrede hielt der Wormser DGB-Vorsitzende Wolfgang Mayer, der zum diesjährigen Motto „Gute Arbeit. Soziales Europa“ Postion bezog. Zunächst prangerte er die immer stressiger werdende Arbeitswelt an. Der Grund dafür seien in erster Linie die neuen Medien wie Internet, Handy, Facebook oder iPhone, die im Arbeitsalltag keine Verschnaufpause mehr zuließen. In Bezug auf Europa sagte Wolfgang Mayer, es müsse eine EU der Bürger mit sozialen Standards sein und keine nur der Banken und Unternehmen. Nur ein menschliches Europa würde auf Akzeptanz stoßen.

    Kein verstaubtes Image

    Eine, die trotz des Regenwetters die Fahne der Gewerkschaften hochhielt, war die 24-jährige Elena Frey, die mit Regenjacke den Unbilden trotze. Bereits mit 16 Jahren, als sie ihre Ausbildung begann, sei sie in die Gewerkschaft eingetreten und engagiere sich seitdem. Für sie sind die Themen spannend, hoch aktuell und betreffen fast alle Jugendlichen. Daher sind für sie Gewerkschaften auch nicht „un-cool“ und das verstaubte Image, das ihnen oft anhafte, hält sie für falsch. Sie erinnert im Gespräch mit dem NK etwa an die schlechte Praxis vieler Unternehmen, Auszubildende nicht fest zu übernehmen, sondern ihnen nur befristet Arbeitsverträge zu geben. Dagegen müsse man vorgehen und dies sei ein Umstand, der gerade junge Beschäftige angehe. Über ihr Engagement bei den Gewerkschaften hinaus kandiert Elena Fey auch für den Wormser Stadtrat und steht bei der SPD auf Listenplatz 14. Wenn sie in den Rat einzieht, und da stehen die Chance bei Platz 14 recht gut, will sie sich in erster Linie Jugendthemen annehmen. So fehlten in Worms gute Jugendeinrichtungen, was auch der Grund sei, warum so viele Heranwachsende lieber nach Mannheim fahren. Ein Jugendzentrum sei hier ihr Ziel. Generell tue die Stadt auch zu wenig, um Worms für Jugendliche attraktiv zu machen. So seien die Nibelungenfestspiele oder Jazz & Joy war ganz schön, aber doch eher etwas für Ältere. Ein Festival für junge Leute fehle völlig, das einzige was hier ankomme sei das Backfsichfest, doch auch das schließe ja inzwischen schon sehr früh.

     

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