Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin informierte sich über die wirtschaftlichen Herausforderungen der Zuckerrübenanbauer
Malu Dreyer zu Besuch im Südzucker-Werk
Von links: Werksleiter Klaus Schwab, Südzucker-Vorstand Dr. Wolfgang Heer, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Südzucker-Vorstand Dr. Thomas Kirchberg, Verbandsvorsitzender Walter Manz, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Franz-Rudolf Vogel
Die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz besuchte die Zuckerfabrik Offstein am letzten Kampagnetag und konnte sich von der digitalen Vernetzung im Rübenanbau persönlich überzeugen.
Von der Meldung der Flächen im Anbauerportal bis zur Ernte, Mietenpflege und Abholung der Rüben ist die Rübe rundum in der digitalen Welt angekommen. Die Zuckerproduktion im Werk hat sich ebenso rasant verändert. „Zucker ist heute ein High-Tech-Produkt“, stellte die Ministerpräsidentin fest. „Besonders beeindruckt hat mich die digitale Vernetzung vom Acker bis zur Zuckertüte. Anbau, Weiterverarbeitung und Vertrieb profitieren von den Chancen der Digitalisierung der Landwirtschaft und des Transportwesens“, erklärte Dreyer, während ihr der Leitstand der Zuckerfabrik von Werksleiter Klaus Schwab erläutert wurde.
Das Südzucker-Werk in Offstein ist nicht nur die größte Zuckerfabrik sondern auch Standort der Forschungsabteilung und beschäftigt allein in diesem Bereich weitere 170 Mitarbeiter, die sich mit der zukünftigen Verwendung und weiteren Veredelung des Zuckers beschäftigen. Die Ausbildungsquote, weiterer Aufbau von Personal und die Bedeutung der Fabrik und des Anbaus für die Wertschöpfung im ländlichen Raum lobte die Ministerpräsidentin ebenso wie die enge Zusammenarbeit von Anbauern und Fabrik, die sie in dieser – besonders modernen – Form nicht erwartet hatte. Aus ihrer Begeisterung für die digitale Vernetzung in der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben wie dem Pflanzenschutz und der Ernte machte sie keinen Hehl. Mit Blick auf die Ernährungsdiskussion erklärte sie: „Jeder hat einen Anspruch darauf, dass man wissenschaftlich basiert mit den Fragen umgeht.“ Die Unternehmens- und Verbandsvertreter erläuterten in diesem Zusammenhang auch die enormen wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich aus dem Wegfall der Quotenregelung und der Mindestpreise für Zuckerunternehmen und Anbauer ergeben.
Die Südzucker-Vorstände Dr. Heer und Dr. Kirchberg zeigten sich ebenso wie der
Verbandsvorsitzende Walter Manz erfreut über den Besuch zum Abschluss der mit 131 Verarbeitungstagen längsten Kampagne in Offstein und wünschten ihrerseits viel Erfolg bei den nach dem Besuch anstehenden politischen Gesprächen.