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  • So., 25. Januar 2026, 08:00 Uhr
    DIGITALISIERUNG: Nibelungenland schneidet besser wie Rheinland-Pfalz und Schlusslicht Baden-Württemberg ab

    Mammutaufgabe für Ämter und Behörden

    Das „Dashboard“ zur Digitalen Verwaltung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.
    Foto: Bildschirmaufnahme

    Von Florian Helfert › Digitale Verwaltungsleistungen, von BAföG‑Anträgen über Elterngeld bis hin zu Geburtsurkunden, gehören längst zu den Grundbedürfnissen vieler Bürgerinnen und Bürger. „Gerade die Digitalisierung prägt zunehmend unseren Arbeitsalltag und das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger“, so Oberbürgermeister Adolf Kessel in seiner Haushaltsrede im Dezember des vergangenen Jahres. Auch die Verwaltung müsse Schritt halten und ihre Angebote konsequent weiterentwickeln. Ganz konkret neu hinzugekommen ist jüngst die Option für Jägerinnen und Jäger aus Worms, ihren Jagdschein ab sofort digital beantragen zu können (der NK berichtete).

    Über den deutschlandweiten Stand der Digitalisierung informiert das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) monatlich unter https://dashboard.digitale-verwaltung.de, anhand dessen Daten sich folgendes Lagebild darstellt: Bundesweit bestehen derzeit 832 Leistungen, die in allen 16 Bundesländern flächendeckend digital angeboten werden – wobei ein digitaler Antrag im bürokratischen Hintergrund für den Bürger unsichtbar gleich mehrere Verwaltungsleistungen anstoßen kann. 

    Regionale Zahlen im Vergleich

    In Rheinland‑Pfalz gibt es flächendeckend insgesamt 1.176 Onlinedienste (832 bundes- sowie 344 landesweite Angebote), doch das Nibelungenland liegt deutlich weiter vorne: Der Rhein‑Pfalz‑Kreis, zu dem u.a. Bobenheim‑Roxheim gehört, bietet bereits 1.673 digitale Verwaltungsservices, gefolgt vom Landkreis Alzey‑Worms mit 1.547 und der kreisfreien Stadt Worms mit 1.484 sowie der Stadt Osthofen mit 1.396.

    Im Vergleich der Bundesländer liegt Hamburg mit 1.618 digitalen Verwaltungsleistungen an der Spitze, während Baden‑Württemberg überraschend hinterherhinkt und lediglich 971 flächendeckende Onlinedienste bereitstellt – inklusive der bundesweiten 832 Angebote. Hessen liegt mit 1.157 knapp hinter Rheinland-Pfalz. 

    Bislang nur Bruchteil umgesetzt

    Da allerdings im Jahr 2017 laut Ministerium mehr als 6.000 zur Digitalisierung vorgesehene Verwaltungsleistungen aus dem „Leistungskatalog der öffentlichen Verwaltung“ (LeiKa) in den Umsetzungskatalog des Onlinezugangsgesetzes (OZG) überführt worden sind, bleibt selbst für Spitzenreiter wie den Stadtstaat Hamburg oder den Rhein-Pfalz-Kreis noch sehr viel zu tun. Die vollständige Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist noch lange nicht abgeschlossen, zumal u.a. die geteilten Zuständigkeiten von Bund und Ländern den Fortschritt ausbremsen.

    Wegweiser für digitale Behördengänge

    Weitere Informationen und Services für rheinland-pfälzische Bürgerinnen und Bürger in allen Lebenslagen unter https://service.rlp.de/ 
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