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Mi., 18. März 2015, 11:22 Uhr
TSG Pfeddersheim gewinnt in Diefflen mit 3: 2 / Weiterhin ohne Druck auflaufen
Man darf im Fußball nicht zu früh aufgeben
Yannick Krist (rechts) hat sich bei der TSG Pfeddersheim sehr gut entwickelt und besitzt auch die nötige Nervenstärke. Denn beim 3:2-Sieg in Diefflen verwandelte er einen Foulelfmeter zur 2:1-Führung. Archivfoto: Felix Diehl
VON KLAUS DIEHL Hätte die TSG Pfeddersheim ihr erstes Spiel nach der Winterpause nicht unglücklich und als die klar bessere Mannschaft völlig unverdient mit 0:1 beim Tabellenführer in Hauenstein verloren, so würden sie jetzt zwei Spieltage später an der Tabellenspitze in der Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar stehen.
Der Verein und besonders auch die Stadt Worms würden allerdings ein großes, vor allen Dingen logistisches Problem auf sich zukommen sehen, zumal der Rasenplatz in der EWR-Arena erneuert werden soll. Doch dieses Problem ist noch keineswegs vom Tisch, wenn sich die Schützlinge von Trainer Norbert Hess und seines mitspielenden Co-Trainers Steffen Litzel weiter daran machen werden, so wie in den letzten beiden Spielen, nur noch als Sieger vom Platz zu gehen.
Denn sowohl der SC Hauenstein wie auch der Tabellenzweite Saar 05 Saarbrücken, scheinen den Atem der Mannen aus dem Pfeddersheimer Uwe-Becker-Stadion im Nacken zu spüren und mussten sich jeweils mit einem 0:0 gegen den TSV Schott Mainz und SV Elversberg II begnügen. Pfeddersheim dagegen setzte sich beim abstiegsbedrohten FV Diefflen mit 3:2 durch und kam bis auf zwei Punkte an Saarbrücken und fünf Punkte an Hauenstein heran. Die Mannen um TSG-Kapitän Tobias Klotz haben nichts zu verlieren und können deshalb den noch anstehenden 11 Spielen locker entgegen sehen. Locker heißt ohne Druck, aber nach Möglichkeit noch alle restlichen Spiele gewinnen.
Doch was machen die Verantwortlichen der TSG Pfeddersheim in der derzeitigen Situation?
Bewerben sie sich nach der augenblicklichen Tabellenlage für die Regionalliga, denn der letzte Termin hierzu ist nicht mehr ganz so weit entfernt. Erinnert sei nur an die 80er Jahre, als der VfR Wormatia nicht meldete und die Mannschaft trotz Meisterschaft nicht aufsteigen durfte. Es war eine ähnliche Situation wie jetzt in Pfeddersheim, doch egal wie man sich entscheidet, es ist für die Verantwortlichen der TSG eine alles andere als leichte Aufgabe. Doch andererseits muss man angesichts der derzeitigen sportlichen Situation auch der Mannschaft und Trainer Rechnung tragen und deren sportlichen Erfolg nicht einfach beiseiteschieben. Da ist zum einen die finanzielle Machbarkeit zu lösen.
Nicht gerade auf Anhieb auch das logistische Problem. Ohne dem Verein nu nahe treten zu wollen, dürften Regionalliga-Spiele im Uwe-Becker-Stadion ohne Tribüne, Sicherheitsräume, Stehränge und Parkplätze nicht machbar sein. Die EWR-Arena käme dafür sicherlich als Wormser Verein in Frage. Doch wird dort wie geplant nach dem Saisonende endlich ein neuer Rasen verlegt, der schon die Wormaten dazu zwingt ein Großteil der Vorrundenspiele der kommenden Saison in Bürstadt oder Ludwigshafen austragen zu müssen. Da könnte sich unter Umständen auch Pfeddersheim anschließen. Ob so oder so, die TSG Pfeddersheim Fußball e.V. steht vor einer schweren und auch Zukunftswichtigen Entscheidung.
Die Mannschaft gewinnt beim FV Diefflen mit 3:2
Die Spieler belastet das derzeit nicht, sondern sie wollen weiter gewinnen, was nun einmal das schönste am Fußball ist So auch da schwere Spiel beim kampfstarken und abstiegsgefährdeten FV Diefflen, wo Enis Aztekin bereits in der 7. Minute für die Führung sorgte. Die Gastgeber glichen in der 25. Minute aus, ehe Yannick Krist (38.) einen Foulelfmeter zur erneuten TSG-Führung verwandeln konnte. Dem folgte in der 77. Minute der erneute Ausgleich, ehe Steffen Litzel praktisch im Gegenzug den verdienten 3:2-Sieg für die Wormser Vorortler sicher stellen konnte. Dabei musste Trainer Norbert Hess auf Robin Schittenhelm, Sebastian Kaster und Philipp Bach verzichten.
Esa spielten: Thorsten Müller, Christopher Ludwig, Steffen Litzel, Mathias Tillschneider, Jonas Frey, Yannick Krist (80. Daniel Zolotarev), Tobias Klotz, Sebastian Schulz, Tobis Bräuner, Denis Aztekin,. Kevin Gotel.