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Fr., 17. Februar 2017, 23:04 Uhr
Die Adler schlagen in der Top-Begegnung der DEL die Roten Bullen aus München mit 5: 3 Toren
Mannheim fertigt Spitzenreiter ab
Adler-Stürmer Brent Raedeke erzielte ein wichtiges Tor in München. Foto: Mirko Metzler / Fotoagentur die Knipser
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitagabend mit 5:3 (3:1/0:1/2:1) Toren beim Spitzenreiter aus München. Die Cracks aus der Quadratestadt konnten damit ihren neunten Sieg in Folge feiern. In der Tabelle klettern die Mannheimer auf Rang zwei.
Es war ein spannendes, dramatsiches und hochklassiges Spitzenspiel zwischen Mannheim und Red Bull München, wenn vielleicht auch der absolute Kick fehlte. Es wurde Eishockey auf hohem technischen Niveau gespielt und viel Wert auf das läuferische Element gelegt. Der bedingungslose Fight um jeden Puck fehlte hingegen ein wenig. Besondere Erwähnung verdient, dass es ein sportlich sehr faires Match war. Sowohl Mannheim wie auch München sind eben sportlich agierende Teams, kein Vergleich zur Holzhackertruppe aus Nürnberg, die am vergangenen Sonntag in Mannheim gastierten.
Zur Chronologie
1. Drittel
Die Adler mit einem flotten Beginn. Ab der 5. Minute die Münchner in Überzahl. Steve Pinizotto erzielte hier zwar einen Treffer, doch wurde dieser von den Schiedsrichtern nicht geben, da der Münchner den Schläger zu hoch hatte. Ab der 8. Minute dann Mannheim im Powerplay. Die Adler machten es besser. In der 10. Minute traf Brent Raedeke zum 1:0 für die Nordbadener. In der Folge das Match ausgeglichen. Dann war es Luke Adam, der in der 18. Minute auf 2:0 für Mannheim erhöhte. Eine Minute vor Drittelende war es der Münchner Steve Pinizotto, der auf 1:2 verkürzte. Aber noch in der gleichen Minute erhöhte Adler-Kapitän Marcus Kink mit einem herrlichen Solo auf 3:1 für die Nordbadener. Fazit: Ein spannendes, hochklassiges Match, mit einer verdienten Adler-Führung, wenn auch um ein Tor zu hoch. Die Mannheimer aber einfach kaltschnäuziger.
2. Drittel
Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie zunächst etwas. Das ganze große Aufbäumen der Roten Bullen fand nicht statt. Insgesamt eine ausgeglichene Partie. Dann waren 30 Minuten gespielt. Die Mannheimer jetzt dominierend. Von München als Spitzenreiter kam zu wenig. Dann aber München in Überzahl und in der 35. Minute verkürzte Bruce Macek auf 2:3 Tore. Dies war auch der Stand nach 40 Minuten. Fazit: Mannheim agierte clever, München zwar bemüht, aber ohne die ganz große Durchschlagskraft. Dennoch kam Red Bull bis auf einen Treffer heran.
3. Drittel
Das dritte Drittel sah hellwache Oberbayern. In der 44. Minute der 3:3 Ausgleich durch Bruce Macek. Aber nur eine Minute später erzielte Adler-Stürmer David Wolf das 4:3 für Mannheim. Dann waren noch zehn Minuten zu spielen und München schaffte es nicht, den ganz großen Druck aufzubauen. Die Cracks aus der Quadratestadt standen geschickt in der Abwehr und lauerten auf Konter. Dann standen noch fünf Minuten auf der Uhr und die Roten Bullen legten ein Schippe drauf. Die Adler jetzt nur noch in der Defensive. Aber dies machten sie gut und standen stabil. Schließlich noch zwei Minuten zu spielen und München nahm den Torart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Bei Red Bull jetzt alle Scharfschützen auf dem Eis. Aber es half nichts, ganz im Gegenteil, Adler-Verteidiger Sinan Akdag traf zum 5:3 Endstand ins leere Münchner Gehäuse.