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  • So., 19. Februar 2017, 19:07 Uhr
    Die Adler feierten am Sonntag mit dem 4: 3 Erfolg gegen die Wolfsburg Grizzlys den zehnten Sieg in Folge

    Mannheim siegt erneut und erobert Tabellenspitze

    Adler-Stürmer Chad Kolarik war mit drei Toren und einer Vorlage der überragende Akteur des Tages. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Sonntagnachmittag mit 4:3 (1:3/2:0/1:0) Toren gegen die Wolfsburg Grizzlys. Für die Raubvögel war es der zehnte Sieg in Folge. Damit haben die Mannheimer die Tabellenführung in der DEL übernommen, da der bisherige Spitzenreiter Red Bull München zeitgleich mit 2:5 Toren in Iserlohn verlor.

    Die drei Punkte für die Raubvögel waren aufgrund der enormen Leistungssteigerung im zweiten und dritten Drittel verdient. Im ersten Abschnitt hatten die Adler hingegen zunächst mit der sehr kleinlichen Regelauslegung der Schiedsrichter Probleme. Rasch lagen die Adler mit 1:3 Toren zurück. Aber wieder einmal zeigten sich die Nordbadener als Comeback-Team und drehten einen Rückstand in einen Sieg.

    Hervorzuheben ist die großartige kämpferische Leistung der Mannheimer. In dieser Form werden die Cracks aus der Quadratestadt bei der Vergabe der Deutschen Meisterschaft ein gehöriges Wort mitsprechen. Ein absoluter Pluspunkt der Adler ist die große Torgefährlichkeit des gesamten Sturms. Die Verantwortung liegt hier nicht nur bei einem oder zwei Angreifern, sondern nahezu jeder Stürmer weiß, wo der gegnerische Kasten steht, auch wenn Chad Kolarik heute mit drei Treffern und einer Vorlage sicher herausstach.
    Beeindruckend auch der Zusammenhalt im Adler-Team.

    Ein Ärgernis in der DEL bleibt die teilweise sehr unterschiedliche Regelauslegung der Unparteiischen. Manche Schiris lassen viel laufen, andere pfeifen überkorrekt. So pfiffen die „Zebras“ heute sehr kleinlich, letzten Sonntag gegen Nürnberg wurden hingegen selbst gröbste Fouls nicht geahndet.
    Ein einheitlichere Linie wäre hier wünschenswert.

    Zu erwähnen noch, Adler-Stürmer Ronny Arendt wurde am Sonntag für 900 Spiele in der DEL geehrt.

    Zur Chronologie

    1. Drittel
    Nach nur dreinhalb Minuten musste Adler-Stürmer Marcus Kink aufgrund einer sehr umstrittenen Schiedsrichterentscheidung auf die Strafbank. Die Grizzlys nutzten dies in der 4. Minute durch Brent Aubin zur 1:0 Führung. In der 6. Minute der verdiente Ausgleich zum 1:1 durch David Wolf. In der 7. Minute stellten die extrem kleinlich pfeifenden Schiris den Mannheimer Thomas Larkin für zwei Minuten hinaus. Wieder klingelte es im Adler-Kasten und es stand 2:1 für die Niedersachsen. Torschützer war Mark Voakes. In der 12. Minute gar das 3:1 für die VW-Städter. Bei den Adler war jetzt der Faden gerissen und sie agierten mit vielen Nickligkeiten, anstatt Eishockey zu spielen. Fazit: Aufgrund zweier umstrittener Schiedsrichterentscheidungen gingen die Grizzly in Führung und Mannheim verlor komplett seine Linie.

    2. Drittel
    Die Adler hatt einige Mühe in die Partie zu finden. Die ersten acht Minute wollte der Anschlusstreffer einfach nicht gelingen, so sehr sich die Cracks aus der Quadratestadt auch ins Zeug legten. Die Erlösung für die Nordbadener dann in der 29. Minute als Chad Kolarik zum 2:3 Anschlusstreffer traf. Nur zwei Minuten später gar der 3:3 Ausgleich, erneut war Chad Kolarik der Torschütze. Von nun an marschierten nur mehr die Adler. Bis zum Pausenpfiff wollte aber kein Treffer mehr fallen. Fazit: Kampfstarke Mannheimer finden zurück in die Partie und gleichen verdient auf 3:3 aus.

    3. Drittel
    Das dritte Drittel zunächst ausgeglichen. Die Grizzlys standen nun auch wieder besser in der Abwehr und konnte in der Offensive Akzente setzen. Dann waren fast zehn Minuten gespielt, ohne dass ein Tor fiel. Doch in der 50. Spielminute war es erneut Chad Kolarik, der traf. Jetzt hieß es 4:3 für die Mannheimer. Schließlich standen noch sieben Minuten auf der Uhr und die Adler fokussierten sich auf die Abwehrarbeit. Nun wurde die Partie insgesamt ruppiger und vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit gaben die Schiris zwei Strafminuten gegen den Mannheimer Ronny Arendt. Hochspannung pur! Die Grizzlys schnürten die Adler im Powerplay komplett ein. Die Mannheimer kämpften aber wie die Löwen und warfen sich in jeden Schuss, ganz so, als wären schon Play-Offs. Die Zuschauer standen jetzt alle auf und feuerten ihre Adler frenetisch an. Und die Adler-Festung hielt! Dann noch zwei Minuten und jeweils Strafen gegen beide Teams. Wolfsburg setzte alles auf eine Karte und mit Offensive pur, aber es half nichts mehr, die Nordbadener siegten mit 4:3 Toren. Fazit: Clevere und kampfstarke Adler siegten verdient, aber auch Respekt vor den Grizzlys, die in den letzten zehn Minuten noch einmal ordentlich Gas gaben.
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    Aufstellung:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) - Colaiacovo, Akdag, Richmond, Reul, Johnson, Larkin, Tardif - Plachta, Raedeke, Ullmann, Wolf, Festerling, Kolarik, Sparre, MacMurchy, Adam, Arendt, Joudrey, Kink

    Wolfsburg: Brückmann (Vogel) - Wurm, Likens, Krupp, Sharrow, Dotzler, Dehner - Höhenleitner, Voakes, Aubin, Furchner, Fauser, Riefers, Johnson, Hisey, Dibelka, Seifert, Mulock, Karachun

    Strafen: Mannheim 12 Min - Wolfsburg 8 Min

    Torschüsse: Mannheim 27 - Wolfsburg 29

    Schiedsrichter: Hunnies / Daniels

    Zuschauer: 12.600

    Tore: 0:1 (03:41) Aubin (Hisey/Voakes) - PP1; 1:1 (05:25) Wolf (Festerling/Kolarik) - EQ; 1:2 (07:42) Voakes (Hisey/Aubin) - PP1; 1:3 (11:26) Mulock (Seifert/Karachun) - EQ; 2:3 (28:46) Kolarik (Johnson/Adam) -EQ; 3:3 (29:54) Kolarik (Adam/PLachta) - EQ; 4:3 (49:29) Kolarik (PLachta) - EQ;

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