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  • Mi., 19. März 2014, 23:13 Uhr
    Im zweiten Spiel der Play-Off-Viertefinalserie unterlagen die Adler am Mittwoch mit 2: 3 nach Verlängerung in Köln und liegen in der Serie jetzt mit 0:2 zurück

    Mannheim unterliegt auch in Spiel zwei

    Kai Hospelt (blaues Trikot) war mit zwei Toren stärkster Adler-Akteur in Köln. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Mittwochabend mit 2:3 (0:0/1:2/1:0/0:1) Toren nach Verlängerung in Köln verloren. Damit führen die Haie die Play-Off-Viertelfinalserie mit 2:0 Siegen an. Die Serie wird nach dem Modus Best-of-seven ausgespielt. Dies bedeutet, wer zuerst vier Siege errungen hat, steht im Halbfinale. Für Mannheim wird es jetzt eng und sie müssen im nächsten Match am Freitag in Mannheim siegen, sonst kann die Saison ganz schnell zu Ende sein.

    Wie schon die erste Partie war auch das zweite Match von defensiver Taktik und stabilen Abwehrreihen geprägt. Für beide Teams gab es im gegnerischen Drittel nur wenig Platz, um ihre Offensivqualitäten zu entfalten. Die Haie waren über das gesamte Match gesehen die spielerisch dominierende Mannschaft, wenn es auch ein Match auf Augenhöhe zweier etwa gleich starker Teams war. Beide Teams hatten die Chancen zum Sieg, doch Köln nutzte seine Chancen konsequenter.

    Die Adler-Führung im zweiten Drittel durch Kai Hospelt glich der Kölner Andreas Falk zunächst aus, ehe Rob Collins ebenfalls noch im zweiten Abschnitt die Führung für die Haie schoss. Im letzten Drittel markierte  Kai Hospelt dann den Ausgleich für die Adler. Somit ging es in die Verlängerung. Hier war Mannheim stärker und hatte die besseren Gelegenheiten, doch war es erneut der Kölner Andreas Falk, der traf. Er verwandelte in der 19. Minute der Verlängerung und somit war das Match mit dem ”plötzlichen Tod”, dem sudden death, zu Ende.

     

    Zur Chronologie:

    1.Drittel

    Die Adler mit dem aktiveren Beginn. Doch richtig brenzlig wurde es nach knapp zwei Minuten zunächst vor dem Mannheimer Goalie Dennis Endras, als der Kölner Alexander Weiß gefährlich vor ihm auftauchte. Zum Glück für die Adler, konnte Dennis Endras aber in Weltklassemanier parieren. Ab der neunten Minute konnte die Mannheimer mit einem Mann mehr agieren, da der Kölner Torsten Ankert für zwei Minuten auf dem Sünderbänkchen saß. Die Cracks aus der Quadratestadt konnten die Überzahl aber nicht nutzten. Kaum waren die Haie wieder komplett, musst der Mannheimer Mathias Plachta auf die Strafbank. Auch die Domstädter vermochten das Powerplay nicht in einen Treffer umzumünzen.

    In der Folge die Adler wieder das aktivere Team, doch richtig zwingend waren ihre Aktionen nicht. Insgesamt war das Match, wie schon vor drei Tagen in Mannheim, von der Defensivarbeit geprägt. Beide Mannschaften wollten primär einen Treffer verhindern, anstatt auf bedingungslose Offensive zu setzen. Mit dem 0:0 ging es in die Kabinen.

    2. Drittel

    Die Haie starteten besser in das Drittel, auch weil sie direkt zweimal in Überzahl agieren konnten. Adler-Torwart Dennis Endras stand nun unter Dauerbeschuss. Bei fünf gegen fünf Feldspielern konnten sich die Adler jedoch wieder aus der Umklammerung lösen. Als Mannheim dann mit einem Mann mehr agieren konnte, da Haie-Stürmer Alexander Weiß auf die Strafbank musste, verwandelte Kai Hospelt nach nur 15 Sekunden zur 1:0 Führung für Blau-Weiß-Roten.

    In der Folge legten die Haie eine Schippe drauf und machten mächtig Druck. Die guten Chancen für Köln häuften sich nun. Als die Domstädter ab der 35. Minute mit einem Mann in Überzahl agierten, nutzte Andreas Falk dies zum 1:1 Ausgleichstreffer. Und jetzt dominierten die Haie eindeutig die Partie und die Mannheimer begannen gehörig zu „schwimmen” und erlaubten es den Kölner Stürmern ein ums andere Mal gefährlich vor Dennis Endras aufzutauchen. Die logische Konsequenz war das 2:1 für die Cracks vom Niederrhein. Dies war auch der Stand zur Pause.

    3.Drittel

    Auch im letzten Abschnitt dominierten die Haie und machten mehr Druck, wobei die Partie kein offener Schlagabtausch. Dazu legten beide Coaches zu viel Gewicht auf die Abwehrarbeit. Aber je länger die Partei andauerte, umso stärker wurden die Kölner und nahmen das Heft des Geschehens eindeutig in die Hand. Ein großes Aufbäumen der Adler fand bis zur Hälfte des Drittels nicht statt bzw. die Haie ließen dies mit ihrer körperlichen Präsenz nicht zu. Und so langsam rannte den Mannheimern die Zeit davon. Bei einer Spielzeit von noch etwa acht Minuten legten die Blau-Weiß-Roten dann einen Zahn zu. Der verdiente Lohn war der 2:2 Ausgleichstreffer. In der 55. Minute hatte Verteidiger Christopher Fischer abgezogen und Kai Hospelt fälschte unhaltbar ab. Jetzt war es ein Match auf des Messers Schneide. Mannheim aber wieder erwacht und setzte die Akzente. Sekunden vor Schluss hatte Ken Magowan den Siegtreffer für Mannheim auf dem Schläger, doch scheiterte er knapp und es blieb beim 2:2 unentschieden, was Verlängerung bedeutete.

    Verlängerung

    Kaum waren 28 Sekunden gespielt, hatte die Haie die Riesenchance zum Siegtreffer, doch vergaben sie. In der Folge zahlreiche Gelegenheiten für beide Teams. Aber sowohl Dennis Endras im Mannheimer Gehäuse wie auch Danny aus den Birken im Kölner Kasten verhinderten mit tollen Paraden zunächst ein Goal. Je länger die Verlängerung andauerte, umso mehr rissen die Adler das Geschehen an sich und erarbeiteten sich zahlreiche hochkarätige Chancen. Aber ein Tor wollte nicht gelingen. Rasch waren zehn Minuten gespielt, ohne dass ein Treffer gefallen war. Die Adler stärker, aber immer wieder war Endstation bei Kölns Schlussmann Danny aus den Birken. In der 19. Minute der Verlängerung gelang Andreas Falk dann der Siegtreffer zum 3:2 Endstand nach Verlängerung. Nach den Gesetzen des "sudden death" ist die Partie beendet, sobald ein Tor fällt.

     

    Statistik

    Köln : Mannheim 3:2 (0:0/2:1/0:1/1:0) n.V.

    Tore:  0:1 (27:05) Hospelt (Sifers/Wagner) - PP1; 1:1 (35:11) Falk (Collins/Ankert) - PP1; 2:1 (38:12) Collins (Gogulla/Hannula) - EQ; 2:2 (54:18) Hospelt (Fischer/Magowan) - EQ; 3:2 (78:49) Falk (Ticar) - EQ;

     

    Strafen: Mannheim 8 Min - Köln 4 Min

    Torschüsse: Mannheim 29 - Köln 33

    Schiedsrichter: Piechaczek / Zehetleitner

    Zuschauer: 13.000

     

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Brückmann) – Sifers, Wagner, Vernace, Reul, Fischer, Goc – Mauer, Hospelt, Hecht, Buchwieser, Kink, Schneider, Gamache, Rheault, Arendt, El-Sayed, Plachta, Magowan, Höfflin

    Köln: Aus den Birken (Ziffzer) - Ankert, Lüdemann, Täernquist, Krupp, Mo. Müller, Holmquist, Zerressen - Ticar, Falk, Ma. Müller, Minard, Stephens, Tripp, Gogulla, Collins, Weiß, Ohmann, Hagos, Hannula

     

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