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Fr., 09. August 2013, 12:02 Uhr
TSG Pfeddersheim gewinnt ihr Oberliga-Heimspiel gegen Alemannia Waldalgesheim nach einem 0: 1-Pausenrückstand verdient mit 2:1
Mannschaft stellt Reife unter Beweis
Drei Waldalgesheimer einschließlich Torhüter waren nötig, um Marcel Veek auszubremsen. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Mit einer vor allen Dingen großen kämpferischen Leistung, gerade einmal drei Tage nach dem DFB-Pokalspiel gegen die Spvgg. Greuther Fürth, bewiesen die Hess-Schützlinge eine tolle Moral. In den ersten sieben Minuten kamen die TSG-Angreifer wie ein Tornado in Richtung Alemannen-Tor angerauscht und hatten Chancen zur Führung. Doch ein Kopfball von Marcel Veek wurde von der Alemannen-Torlinie gekratzt und Mario Cuc der Ball im letzten Moment vor der Nase weggeschlagen.
Umso überraschender die 1:0-Führung der Gäste in der 8. Minute nach einer etwas unübersichtlichen Situation im TSG-Strafraum. Dieser Rückstand wurde aber schnell, im Gegensatz zu noch vor einigen Monaten, regelrecht abgeschüttelt und das Gästetor weiter unter Druck gesetzt. Die Chancen häuften sich, wobei ein Kopfball von Jakob Siebecker sein Ziel verfehlte und Mario Cuc nur die Querlatte traf. Dennoch war bis zur Pause zu erkennen, dass diese Pfeddersheimer Mannschaft in den letzten Monaten gereift ist, was Einsatz, Kampf, Siegeswille und auch den Glauben daran, was eine viel bessere Körpersprache mit sich bringt, betrifft.
Nach Wiederanpfiff auf dem Neuhauser Rasenplatz vor etwas 300 Zuschauern drehten Kapitän Tobias Klotz und seine Mitspieler den Hahn weiter auf und Waldalgesheim sah sich vermehrt in die Defensive gedrängt. Richtung Pfeddersheimer Tor kamen die Gäste erst in den letzten zehn Minuten wieder etwas mehr auf. Wenn es brenzlig wurde, war auch Torhüter Thorsten Müller einmal mehr der große Rückhalt. Der verstärkte Angriffsdruck, wurde besonders über die linke Seite durch den überragenden Mathias Tillschneider vorgetragen, den Gästetrainer Weingärtner und seine Spieler offensichtlich nicht auf ihrer Liste hatten und zu keiner Zeit auschalten konnten. Jakob Siebecker, vor der Pause oftmals geradezu bei Anspielen regelrecht neben sich stehehnd, stand in der 57. Minute am langen Pfosten goldrichtig und bugsierte die Freistoßflanke von Tobias Klotz zum 1:1 irgendwie über die Linie.
Die Gäste reklamierten gar ein Handspiel, doch Schieds- und Linienrichter hatten nichts gesehen. Es war die ausgleichende Gerechtigkeit für die vielfachen Chancen der Gastgeber zuvor, wobei die Gäste mehrfach Glück hatten. Als Marcel Veek – die Alemannen waren zu zweit aufgerückt – mit einem langen Pass Mathias Tillschneider auf die Reise schickten und den Ball gekonnt nach innen abspielte, war es Dennis Seyfert, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 2:1 den Ball einschieben konnte. Da konnte er auch nach dem Schlusspfiff wieder strahlen, da er im Pokalspiel gegen Fürth eine ganz große Chance zum 1:1 ausgelassen hatte.
Waldalgesheim drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich und als Thorsten Müller in der 2. Minute der Nachspielzeit einen Wischang-Freistoß abwehren konnte, war er sich auch des Schulterklopfens von Matthias Lang sicher. Große Freude auf TSG-Seite nach dem Schlusspfiff. Zwei Spiele, zwei Siege und sechs Punkte, wann hat es dies als Aufsteiger im zweiten Jahr schon einmal gegeben?
Es spielten: Thorsten Müller (59. Yannick Krist), Jakob Siebcker, Matthias Lang, Björn Miehe, Sebastian Schulz (52. Enis Azhtekin), Tobias Klotz, Mario Cuc, Mathias Tillschneider, Dennis Seyfert, Marcel Veek (82. Jonas Frey).