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  • Mi., 14. August 2013, 23:48 Uhr
    Die Bürgerinitiative gegen den geplanten Gewerbepark zwischen Pfeddersheim und Heppenheim hatte diese Woche den SPD-Bundestagskandidaten zu Gast

    Marcus Held auf den „Stein” gefühlt

    Beim Treffen auf dem Areal des „Hohen Stein” fand ein engagierte Diskussion statt. Von links: Marcus Centmayer, Marcus Held und Richard Grünewald. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Wer am Mittwochabend ein klares Bekenntnis von SPD-Politiker Marcus Held für oder gegen den Gewerbepark „Hoher Stein” zwischen Pfeddersheim und Heppenheim erwartete, wurde enttäuscht. Doch ehrlicherweise muss man auch sagen, damit hatte niemand gerechnet, weder die Vertreter der Medien noch die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI). Marcus Held verwies bei dem Gespräch mit der BI darauf, dass er für den Bundestag kandidiere und die Erschließung des ”Hohen Stein” eine Entscheidung sei, die von der Wormser Politik im Stadtrat erfolgen müsse. Damit nahm er eine ähnlich „neutrale Postion” ein wie schon vor einigen Wochen CDU-Kandidat Jan Metzler. Es erweckt den Eindruck, dass beide sich vor der Bundestagswahl nicht festlegen wollen, geht es doch auch um Wählerstimmen, die man nicht verlieren möchte. Doch diese Haltung ist verständlich. Und man muss beiden Politikern anerkennen, dass sie sich der Diskussion mit der BI gestellt haben und sich als Nicht-Wormser auch erst einmal einen persönlichen Eindruck verschaffen wollten.

    Held sehr interessiert
    Marcus Held zeigte sich am Mittwochabend auf dem Areal, auf dem der Gewerbepark entstehen könnte, sehr interessiert. Geduldig hörte er sich die Argumentation der BI an und stellte kritische Fragen, wobei ihm sein Wissen über Verwaltungsabläufe von seiner Tätigkeit als Bürgermeister von Oppenheim zugute kam. Abschließend formulierte er, dass es sich bei einer möglichen Erschließung um einen Abwägungsprozess handele, denn sowohl Gegner wie Befürworter des Gewerbeparks besäßen überzeugende Argumente. Hier der Klima- und Umweltschutz sowie der Erhalt guter Böden, dort die Chance auf Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Steuereinnahmen. Marcus Held war auch auf der Suche nach einem Kompromiss, fragte die BI etwa, ob sie mit einer Erschließung von etwa nur der Hälfte einverstanden sei. Doch Marcus Centmayer und Ricard Grünewald von der BI machten deutlich, dass sie eine Bebauung des „Hohen Stein” grundsätzlich ablehnten. Stattdessen schlugen sie vor, dass die Stadt die zwei Alternativflächen einmal in der Nähe der Renolit sowie zum anderen im Wormser Norden, unweit der Kläranlage, erschließen soll. Als weitere Kernforderung verlangten sie, ein gründliches Klimagutachten für die gesamte Stadt Worms zu erstellen, um aussagefähige Daten zu besitzen, was eine Erschließung bedeuten würde.

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