Di., 07. Mai 2013, 10:24 Uhr
Amtsgericht Worms verhandelt am Mittwoch Rechtsstreit zwischen Stadt und Kläger
Marktmeister will alten Job zurück
VON STEFFEN HEUMANN Eine unendliche Geschichte wird am Mittwoch beim Amtsgericht Worms um ein weiteres Kapitel erweitert. Der ehemalige Wormser Marktmeister klagt gegen die Stadt als Arbeitgeber auf Wiedereinstellung in seine frühere Position. Vorausgegangen war ein Rechtsstreit, wonach der Betroffene in einem Bußgeldverfahren einem Bekannten eine Gefälligkeit erwiesen haben soll, um den drohenden Entzug einer Fahrerlaubnis zu verhindern. Da dieser Vorwurf nicht bewiesen werden konnte, erklärte das Landesarbeitsgericht im November 2012 die Kündigung seitens der Stadt Worms für ungültig. In der Urteilsbegründung wurde vermerkt, dass die Zeugin der Stadt nicht glaubwürdig sei.
Dennoch verweigerte die Stadt dem früheren Marktmeister, der nun in der Zulassungsstelle im Adenauerring eingesetzt ist, die Weiterbeschäftigung in seiner alten Position. Ein Gütetermin im März blieb erfolglos. „Damit provoziert die Stadt Worms einen weiteren Rechtsstreit auf Kosten der Allgemeinheit”, wundert sich auch Kurt Lauer, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, im Gespräch mit dem NK über das Prozedere. Neben dem finanziellen Aspekt hofft Lauer auf weitere Erkenntnisse über die Hintergründe des Rechtsstreites.