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  • Mo., 12. Juni 2023, 11:20 Uhr
    HOCHHEIM: Martinsmarkt und Martinszug mit unterschiedlichen Organisatoren – und unterschiedlichen Zukunftsperspektiven

    Martinsmarkt in Gefahr

    Als nach der letzten Ortsbeiratssitzung bekannt wurde, dass der Hochheimer Martinsmarkt wegen Geldmangels vielleicht nicht mehr in der bisherigen Form durchgeführt werden kann, sorgte das für große Besorgnis in der Bevölkerung. Viele verwechseln den Martinsmarkt mit dem Martinszug, der seit 1964 durchgeführt wird. Dieser wird von dem Hochheimer Martinskomitee durchgeführt, während die Ortsverwaltung den Martinsmarkt mit Ausstellern und Rahmenprogramm bislang organisierte.

    Ortsvorsteher Patrick Mais bedauert es sehr, dass sein Budget für Veranstaltungen gekürzt wurde, gleichzeitig Ebwo aber für die Dienstleistungen mit den Preisen aufgeschlagen ist. „Die Buden selbst kosten nichts, aber das Aufbauen, Strom und Wasser und das Sperren des Platzes gehen in die Tausender“, so der Ortsvorsteher.

    Die Hochheimer SPD machte sich in ihrer letzten Sitzung Gedanken darüber, wie man den Martinsmarkt retten kann – zumal sich die Besucher des Martinszuges darauf freuen, vorher das Rahmenprogramm zu genießen oder eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Beim Stöbern an den Ständen findet sich auch einiges zum Kaufen.

    „Einige haben schon angeboten, Geld zu spenden, aber es handelt sich nicht nur um ein paar Hundert Euro, die fehlen, sondern mehrere Tausende“, so die SPD-Vorsitzende Maria Hilberg. Dieses Geld fehlt nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in den nächsten Jahren. Die Genossen und Genossinnen bedauern das sehr und finden, dass so die Stadtteile ausbluten, während andere Veranstaltungen von der Stadt mit 6stelligen Beträgen bezuschusst werden. Die Hochheimer Genossen und Genossinnen fordern die Verantwortlichen der Stadt auf, die 30 Prozent-Kürzungen zurückzunehmen. Die Ebwo-Mitarbeiter bekommen ihren Lohn auch,  wenn der Martinsmarkt nicht mehr stattfinden sollte. Also wäre es doch sinnvoller dafür Leistungen zu erbringen, findet die Hochheimer SPD. „Auch in den Stadtteilen ist es wichtig, Traditionen zu bewahren“, so Hilberg zum Abschluss.

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