Hochheim plädiert für Solidarität und Nächstenliebe / Hans-Walter Martin mit Ehrennadel ausgezeichnet
Martinsmarkt und Umzug trotz Regen ein Erfolg
Die Martinsgeschichte mit der legendären Mantelteilung zog in Hochheim wieder viele kleine und große Laternenträger in seinen Bann. Foto: Karolina Krüger
VON KAROLINA KRÜGER Auch bei Regen lassen sich die Hochheimer die gute Stimmung nicht vermiesen. So eröffnete Ortsvorsteher Timo Horst am Samstagmorgen den Hochheimer Martinsmarkt trotz strömenden Regens. „Wir erinnern uns heute an die Geschichte von St. Martin, der seinen Mantel mit einem armen Bettler teilte und so Solidarität vorlebte“, so Horst in seiner Begrüßung. Auch heute gebe es noch viele Menschen die unter Armut, Verfolgung oder Krieg leiden müssten, deshalb sei die Geschichte um Sankt Martin aktuell und dient als Beispiel für Nächstenliebe auch in der heutigen Zeit. Unterstützt wurde die Eröffnung vom evangelischen Kindergarten, dem Posaunenchor Herrnsheim/Hochheim und St. Martin (Raimund Sürder), der höchstpersönlich seine Geschichte erzählte.
Für die Veranstaltung hatte die Ortsverwaltungen ein breites Programm mit Tanz und Musik auf die Beine gestellt. Das Hochheimer Schreinermuseum hatte seine Pforten geöffnet und die Band Gloomy Two bezauberte den Abend mit stimmungsvoller Musik. Auch in diesem Jahr gab es eine vielfältige Ausstellung mit viel Handarbeit und Kunsthandwerk. Beim Empfang des Ortsvorstehers konnte Horst seinen Vorgänger im Amt des Ortsvorstehers, Hans-Walter Martin, für sein langjähriges Engagement im Stadtteil mit der goldenen Ehrennadel auszeichnen. Martin war Hochheims erster Ortsvorsteher, nachdem 1994 die Ortsbeiräte neu gebildet wurden und fand für die Verwaltung einen Platz in der Alten Schule. Dort sind heute auch viele Vereine, wie der Hochheimer Turnverein und der Männergesangsverein Worms-Hochheim beheimatet.
Krönender Abschluss war am Sonntagabend der Martinsumzug, der sich mit tausenden Laternen in kleinen Kinderhänden, Soldaten, Fackeln, Martin hoch zu Ross und der Gänseliesel begleitet von der Musikkapelle durch die Binger Straße zum Pfrimmpark zog, wo das traditionelle Martinsstück am großen Feuer aufgeführt wurde.