
Die SPD-Stadtratsfraktion hat sich gemeinsam mit den Koalitionspartnern CDU und Worms will weiter für eine schnellere Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen an Wormser Schulen und Kindertagesstätten ausgesprochen. Mit einem gemeinsamen Antrag haben die Fraktionen die Voraussetzungen geschaffen, um konkrete Maßnahmen schneller zu planen und umzusetzen. Dabei sollen bei Bedarf zusätzliche personelle Kapazitäten bereitgestellt werden
„Der Klimawandel ist längst in unseren Schulen und Kindertagesstätten angekommen. Gerade Kinder brauchen bei steigenden Temperaturen besonderen Schutz. Deshalb war es uns wichtig, nicht nur über Hitzeschutz zu reden, sondern konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Beyer. „Uns ging es dabei nicht um zusätzliche Bürokratie, umfangreiche Berichte oder immer neue Konzepte. Wir wollten, dass Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. Dafür müssen wir auch die notwendigen personellen Kapazitäten schaffen.“
Dass die Stadt Worms beim Hitzeschutz bereits viel unternommen hatte, betonte Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst (SPD): „Schon in den vergangenen Jahren wurde bei Neubauten und Generalsanierungen unserer Schulen und Kindertagesstätten der Hitzeschutz konsequent mitgedacht. Beispielsweise wurden in Kindertagesstätten auch Schlafräume für die Kleinsten klimatisiert, damit die Kinder selbst an heißen Sommertagen gut schlafen können. Gleichzeitig haben wir auf passive Hitzeschutzmaßnahmen wie außenliegenden Sonnenschutz, Verschattung, geeignete Lüftungskonzepte oder die Begrünung von Außenanlagen gesetzt. Nicht immer braucht es dafür eine Klimaanlage. Oft lassen sich bereits mit baulichen Maßnahmen deutliche Verbesserungen erzielen.“
Auch im Gebäudebestand wurden durch die zuständigen Objektverantwortlichen bereits zahlreiche Einzelmaßnahmen umgesetzt. Allerdings sah Horst weiteres Potenzial, diese Arbeiten stärker zu bündeln und zu beschleunigen: „Unsere Bauverwaltung hat hier bereits viel geleistet. Wenn wir aber in kürzerer Zeit mehr Einrichtungen verbessern wollen, müssen wir dafür auch zusätzliche personelle Kapazitäten freimachen. Entscheidend ist, dass diese unmittelbar der Planung und Umsetzung konkreter Maßnahmen zugutekommen.“
Mit dem gemeinsamen Antrag haben die Koalitionsfraktionen deshalb die Erarbeitung eines praxisorientierten Maßnahmenkatalogs auf den Weg gebracht. Dieser soll konkrete Projekte, deren Priorisierung sowie den erforderlichen Personal- und Finanzbedarf aufzeigen und dem Bau- und Mobilitätsausschuss vorgestellt werden.
Um die Umsetzung zu beschleunigen, wurde im Stellenplan 2027 die Möglichkeit geschaffen, zusätzliche personelle Kapazitäten bereitzustellen. Ob und in welchem Umfang diese tatsächlich benötigt werden, soll anhand konkreter Maßnahmen und einer entsprechenden Stellenbeschreibung geprüft werden. Die Freigabe erfolgt erst nach Zustimmung des Bau- und Mobilitätsausschusses. Damit soll sichergestellt werden, dass zusätzliche Personalressourcen gezielt für die Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen eingesetzt werden.
Auch hinsichtlich der Finanzierung weiterer Maßnahmen sieht die SPD zusätzliche Perspektiven. „Wir schließen ausdrücklich nicht aus, dass wir im Zuge des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität weitere Hitzeschutzmaßnahmen an unseren Schulen und Kindertagesstätten noch einmal intensiver betrachten. Gerade bei der Verbesserung unserer Bildungsinfrastruktur bietet es sich an, auch langfristige Investitionen in die Klimaanpassung mitzudenken“, erklärte Horst.
„Wir wollen gezielt dort investieren, wo wir für unsere Kinder und die Beschäftigten tatsächlich etwas verbessern können. Die Stadt Worms muss bei der Klimaanpassung mit gutem Beispiel vorangehen. Dabei kommt es nicht darauf an, immer neue Verwaltungsstrukturen aufzubauen, sondern die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen und dort zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, wo sie konkrete Verbesserungen beschleunigen“, betonte Beyer abschließend.
Für die SPD steht fest: Weniger Bürokratie, mehr konkreter Hitzeschutz – damit Wormser Schulen und Kindertagesstätten auch in heißen Sommern gute Orte zum Lernen, Spielen und Wohlfühlen bleiben.
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