Hintere Mauer am Jüdischen Friedhof neigte sich in bedrohliche Schieflage
Mauerteile abgetragen
Uwe Franz und Michael Kissel begutachten den Schaden. Foto: Stadt Worms/Presseabt.
Wegen Einsturzgefahr musste am heutigen Freitag ein mehrere Meter langer Abschnitt der hinteren Mauer am Jüdischen Friedhof aus Sicherheitsgründen abgetragen werden. Schieflage führte zu Instabilität Städtischen Gärtnern war bei Arbeiten auf dem Friedhofsgelände eine Schieflage und Instabilität des Bauwerks aufgefallen. Bei einer gleich in die Wege geleiteten Untersuchung durch ein Fachbüro stellte sich heraus, dass sich die zirka 2,10 Meter hohe Mauer an ihrem Kopf um etwa 22 Zentimeter zur Straße hin geneigt hatte und nicht mehr standsicher war.
Ursache dafür dürfte nach Einschätzung der Fachleute ein Nachgeben im Bereich des Fundaments sein. „Sowohl die Denkmalbehörde wie auch die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Stella Schindler-Siegreich, wurden umgehend über den Schaden informiert und haben dem Abtrag der historischen Mauer zugestimmt“, informiert OB Michael Kissel, der sich zusammen mit Baudezernent Uwe Franz vor Ort ein Bild von der Schadenslage machte. „Aus Gründen des Denkmalschutzes wurde der Abbruch und auch der Aushub behutsam vorgenommen. Denkmalwürdige Steine wurden gesichert“, so Baudezernent Uwe Franz.
Fraglich sei noch, ob ein direkt an der schadhaften Mauer gewachsener Baum erhalten werden könne.
Alsbald fachgerechter Wiederaufbau
Die abgetragene Mauer am Jüdischen Friedhof soll nun wieder fachgerecht aufgebaut werden. Der Gehweg und auch der hinter der abgetragenen Mauer liegende Bereich wurden abgesichert.