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  • Do., 20. August 2015, 09:43 Uhr
    Der Preisträger des „unerschrockenen Wortes“ ist nach dreieinhalb Jahren Haft wieder frei

    Mazen Darwish ist wieder frei

    Am 10. August 2015 wurde der syrische Rechtsanwalt und Journalist, Mazen Darwish nach mehr als dreieinhalb Jahren Haft freigelassen. Seiner Freilassung vorausgegangen war eine Amnestie des syrischen Regimes am 18. Juli 2015. Unter der Amnestie kamen auch die Kollegen und Mitstreiter seiner Organisation (CFME), Syrian Center for Media and Freedom of Expression, Hussein Ghreer und Hani Al-Zitani frei.

    Seit Februar 2013 war die Verhandlung von Darwishs Anklage bereits 25-mal ohne Begründung verschoben wurden. Seine Anhörung soll nun am 31. August 2015 stattfinden.

    Für seine Verdienste um die Menschenrechte und Pressefreiheit wurde Mazen Darwish und seine Organisation am 25. April 2015 mit dem Preis der Lutherstädte „Das unerschrockene Wort“ in Wittenberg ausgezeichnet. Mit dem Preis ehren die 16 Lutherstädte Persönlichkeiten und Initiativen im nationalen und internationalen Umfeld, die für ihre Überzeugung und das freie Wort eintreten.

    Torsten Zugehör, Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg, zeigte sich angesichts dieser positiven Entwicklung erfreut. Er bezeichnete die Freilassung von Mazen Darwish und seiner Kollegen als, „zentrales völker- und menschenrechtliches Signal an weitere unrechtmäßig politisch Inhaftierte in Syrien und anderen Staaten.“

    Große Erleichterung auch in Worms
    Michael Kissel, Oberbürgermeister von Worms, Initiatorstadt des Preises der Lutherstädte, nahm die Freilassung von Mazen Darwish und seiner Mitstreiter mit großer Erleichterung auf. Die von allen Lutherstädten unterstützte Resolution des Europäischen Parlaments im Juni sei ein klares Signal an Syrien und andere Regime gewesen, dass alle in Freiheit lebenden Europäer nicht wegschauen, wenn Menschen bedroht, inhaftiert oder sogar gefoltert und umgebracht werden, nur weil sie für die Meinungsfreiheit kämpfen, so der Wormser Stadtchef. Heute wie auch in Zukunft gelte es, sich für diejenigen stark zu machen, die in Angst und politischer Verfolgung leben.

     

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