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  • Mi., 28. Juni 2017, 11:58 Uhr
    Viele Zukunftsthemen auf der Tagesordnung

    MdB Marcus Held zu Besuch bei EWR

    Die EWR-Vorstände Stephan Wilhelm und Günter Reichart (v.l.) freuen sich gemeinsam mit Leitstellenchef Thomas Singer (Mitte) und Netzgeschäftsführer Johannes Krämer (rechts) über den Besuch von MdB Marcus Held.


    Intelligente Stromnetze, Energiewende, schnelles Internet, Elektromobilität – viele aktuelle Themen standen auf der Agenda beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Marcus Held bei der EWR AG in Worms. „Als Mitglied des Wirtschafts- und Energieausschusses ist mir der regelmäßige Austausch mit EWR natürlich besonders wichtig. Denn hier vor Ort wird letztlich umgesetzt, was wir in Berlin beschließen“, betonte Held beim Austausch mit den EWR-Vorständen Günter Reichart und Stephan Wilhelm sowie Johannes Krämer, dem Geschäftsführer der EWR Netz GmbH.

    Störerhaftung für WLAN abgeschafft
    EWR-Vorstand Reichart berichtete über den Stand der vielen für die Region wichtigen Zukunftsthemen im Bereich Energieversorgung, Digitalisierung und Mobilität, mit denen sich EWR aktuell auseinandersetzt. Insbesondere das Thema öffentliches WLAN beschäftigt derzeit nicht nur Worms und EWR, sondern auch den Bundestag. „In viele Gemeinden haben wir in den vergangenen Jahren das schnelle Internet per Glasfaser gebracht und dafür über 20 Millionen Euro investiert. Die Einrichtung von öffentlichem WLAN ist somit ein nächster Schritt für eine digitale Zukunft Rheinhessens“, so Reichart. Ein Hindernis stellte bislang jedoch noch die „Störerhaftung“ dar, die für Anbieter von öffentlichem WLAN ein Risiko bedeutet. „Im April wurde im Bundestag beschlossen, die Störerhaftung endlich abzuschaffen, was mich sehr freut, denn dafür habe ich mich seit Beginn meiner parlamentarischen Arbeit intensiv eingesetzt“, erklärte Held.

    Designnetz und „smart grids“
    Doch auch in der EWR Netz GmbH passiert derzeit viel, wie Geschäftsführer Krämer berichten konnte. Neben jährlich über 30 Millionen Euro, die EWR in die Netze investiert, ist das Unternehmen an mehreren Forschungsprojekten beteiligt. So ist die EWR Netz GmbH Konsortialpartner von DESIGNETZ, einem Projekt mit 46 Partnern bei dem in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland die Praxis der Energiewende demonstriert wird. Darüber hinaus schreibt das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende für die nächsten Jahre bundesweit die Einführung „intelligenter Stromzähler“ vor. Auch hier ist EWR bereits aktiv geworden und hat ein Pilotprojekt in Gundheim gestartet.

    „Technisches Gehirn“ des EWR-Netzes
    Zum Abschluss des Besuchs ging es dann noch in die Netzleistelle, dem „technischen Gehirn“ des EWR-Netzes. „Hier laufen alle Fäden des Strom-, Gas und Wassernetzes in Worms, Rheinhessen und dem hessischen Ried zusammen“, erklärt Abteilungsleiter Thomas Singer. Held zeigte sich beeindruckt von der technischen Ausstattung und den umfassenden Möglichkeiten das Netz zu steuern. Dort wird sichergestellt, dass die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Strom, Gas und Wasser störungsfrei verläuft.

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