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  • Do., 16. Juli 2015, 10:34 Uhr
    Herrnsheimer Schloss: Vorerst keine weiteren Bundesmittel – Wenn, dann »nur mit innovativem Charakter«

    MdB Metzler sieht neue Chance für 2016

    Der aus Dittelsheim-Heßloch stammende Jan Metzler vertritt für die CDU die Region im Berliner Bundestag.


    Im April hatte Jan Metzler der Stadt Worms eine Bewerbung um Bundesmittel für Herrnsheim empfohlen. Die Idee: ein innovatives, kultur-touristisches Gesamtkonzept. Jetzt erhielt der Wormser Antrag, der allein auf Restaurierung des Herrnsheimer Schlosses basierte, eine Absage. Für 2016 sieht Metzler Chancen für eine neuerliche Bewerbung: „Aber nur mit innovativem Charakter.“

    „Nationale Projekte des Städtebaus“ – unter diesem Titel fördert der Bund auch in diesem Jahr städtebauliche Denkmal-Projekte mit besonderer nationaler Bedeutung. „Ein Anforderungsprofil, auf das Worms sich mit einem innovativen Gesamtkonzept rund um Herrnsheim in jedem Fall bewerben sollte“, so Jan Metzler im April, als er der Stadt Worms eine Bewerbung vorschlug. Ein Antrag auf Denkmalpflege des Herrnsheimer Schlosses wurde eingereicht.

    Jetzt erfuhr Metzler das Ergebnis der Juryberatung: Der Wormser Antrag erhält keinen Zuschlag. Zwar sei die städtebauliche Bedeutung des Herrnsheimer Schlosses für den Ortskern Herrnsheim und die hohe Qualität der Denkmalpflege gegeben, aber zu wenig innovativ für Gelder aus dem Bundesprogramm.

    Konzept muss insgesamt überzeugen
    Allein aus Rheinland-Pfalz hatten sich 13 Kommunen beworben. Koblenz und die Loreley erhielten nun den Förderzuschlag mit mehr als 7 Millionen Euro. Deutschlandweit waren dem Projektaufruf 168 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 630 Millionen Euro gefolgt. Damit war das Bundesprogramm mehr als 4-fach überzeichnet. „Um hier einen Förderzuschlag zu bekommen, muss das Konzept insgesamt überzeugen, also Denkmalpflege und innovative Nutzung des Baudenkmals kombinieren“, meint Metzler. Dass die Bewerbung in diesem Jahr gescheitert sei, sei aber sicherlich auch dem Umstand der knappen Bewerbungsfrist und kurzen Vorbereitungszeit geschuldet.

    Mit innovativerer Bewerbung wiederholen
    Chancen sieht Metzler deshalb für das nächste Jahr. Auch für 2016 beabsichtigt der Bund dieses Millionen-Investitionsprogramm fortzuführen. Grund genug jetzt schon über eine neuerliche, innovativere Bewerbung nachzudenken. Metzler verweist auf die Idee, ein kultur-touristisches Gesamtkonzept für Herrnsheim insgesamt zu bewerben: „Gerade die Geschichte der Familie von Dalberg als Schloss-Erbauer und europäische Aufklärer ihrer Zeit kann dabei das Fundament bilden“, ist er überzeugt.

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