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  • Di., 15. Januar 2019, 15:39 Uhr
    Digitale Bildung: Oberbürgermeister Michael Kissel setzt Arbeitsgruppe ein

    Medienentwicklungsplan für Worms

    Wie in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bereits berichtet, will die Stadt einen Medienentwicklungsplan für den Bildungsbereich erarbeiten. Zu diesem Zweck soll nun eine interne Arbeitsgruppe eingerichtet werden. „Die Stadt Worms hat als Träger der verschiedenen Bildungsinstitutionen die Verantwortung, den Prozess der Digitalisierung im Bildungsbereich voranzubringen“, begründet Oberbürgermeister Michael Kissel den Vorstoß.

    Anbindung an schnelles Internet
    Voraussetzung für ein Lehren und Lernen in einer digitalen Welt sind neben einer Anbindung aller Bildungseinrichtung an schnelles Internet, was die Stadt bereits seit einigen Jahren forciert, auch andere Faktoren: nämlich standardisierte Netzwerklösungen, moderne Präsentationstechniken und pädagogisch angemessene Ausstattungen mit Endgeräten sowie die Sicherstellung von IT-Support und Wartung. „Für die Umsetzung der gegenwärtigen und zukünftigen medienpädagogischen Anforderungen an die Bildungsinstitutionen sind Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung Worms notwendig.

    Digitale Infrastruktur
    Dies erfordert ein gemeinschaftlich getragenes Gesamtkonzept zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen ebenso wie das Zusammenführen der verschiedenen Zuständigkeiten“, erläutert der Stadtchef. Ziel des Medienentwicklungsplans ist es also, die notwendigen Schritte und personellen Bedarfe zu benennen, zu koordinieren und zu bündeln.

    Konkret soll der Medienentwicklungsplan festlegen, wie die einzelnen Bildungsinstitutionen künftig mit einer adäquaten digitalen Infrastruktur ausgestattet werden und welche Maßnahmen für die technische und organisatorische Umsetzung und für die Sicherstellung von Wartung und Support notwendig sind. Der Medienentwicklungsplan ist damit ein zentrales Element zur Sicherstellung der digitalen Infrastruktur. Darüber hinaus bildet er zudem eine wichtige Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln.

    Vertreter aus Bildungseinrichtungen
    „Deshalb habe ich beschlossen, eine bereichsübergreifende Arbeitsgruppe einzusetzen mit dem Ziel, eine Medienentwicklungsplanung für die Bildungsinstitutionen in Worms zu etablieren“, so OB Kissel.
    Der erste Medienentwicklungsplan soll bis Ende dieses Jahres den Fachausschüssen (Bildungs- und Schulträgerausschuss und Haupt- und Finanzausschuss) vorgelegt werden.

    Vorrangiges Ziel der Arbeitsgruppe ist zunächst jedoch, die verschiedenen Zuständigkeitsbereiche innerhalb der Stadt Worms zusammenzuführen, die Aufgabenstellungen zu konkretisieren und die Vorgehensweise abzustimmen.

    Deshalb werden in dem Kreis die Abteilungsleitungen der EDV, der Schulverwaltung/Medienzentrum, der Kindertagesstätten, des Hochbaus, des Gebäudebewirtschaftungsbetriebes und des Rechnungsprüfungsamtes (Datenschutz) vertreten sein. Geplant sei auch, themenbezogen Vertreter der Bildungseinrichtungen einzubeziehen, erklärt der OB.
    „Darüber hinaus können wir uns der Unterstützung durch die Schulbehörde sicher sein.“

    Auf Anforderungen im Berufsleben vorbereiten
    Die Einrichtung der Arbeitsgruppe ist Bestandteil eines Strategiepapiers des Bildungsbüros, das in einer gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und des Bildungs- und Schulträgerausschüsse im Dezember vergangenen Jahres vorgestellt und dessen Umsetzung durch die Fachausschüsse empfohlen wurde.
    Die Leitung der Arbeitsgruppe übernimmt Bildungsdezernent Waldemar Herder, die Geschäftsführung obliegt dem Bildungsbüro.

    „Ich bin froh, dass wir nun mit der Medienentwicklungsplanung starten können, denn damit werden wir die Attraktivität unserer Wormser Bildungslandschaft steigern und die Kinder und Jugendlichen besser auf die späteren Anforderungen im Berufsleben vorbereiten können. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit der digitalen Welt kann durch entsprechende Bildung gefördert werden“, ist sich der Stadtchef sicher.

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