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  • Di., 14. Januar 2014, 19:09 Uhr
    Bariton Wilhelm Starck leistet treue Dienste für die evangelische Kirchengemeinde Bechtheim

    Mehr als 400 Gesangseinlagen in 60 Jahren

    Bariton Wilhelm Starck. Foto: Andreas Schenk


    „Mit seiner wunderschönen Bariton-Stimme macht er unsere Gottesdienste zu einem musikalischen Fest“, kommt der Bechtheimer Pfarrer Andreas Schenk regelrecht ins Schwärmen, wenn er auf das jahrzehntelange musikalische Engagement von Wilhelm Starck angesprochen wird. Seit 60 Jahren steht der Bariton, der bis zu seiner Berentung an der Wiesbadener Staatsoper tätig war, treu zur evangelischen Kirchengemeinde - und nimmt dafür regelmäßig die langen Fahrten von seinem Wohnort im Taunus in Kauf. Der gebürtige Bechtheimer wurde nun im Gottesdienst von seiner Gemeinde geehrt, die das 60-jähirge Gesangsjubiläum mit stehenden Applaus honorierte.

    Ein Nein gibt es nicht
    Steht ein besonderer Gottesdienst, eine goldene Konfirmation oder eine Hochzeit an, dann heißt es in Bechtheim: „Ich frag mal den Wilhelm, ob er für uns singen kann." Und es muss schon eine Auslandsreise oder ein bereits zugesagtes Konzert sein, wenn Starck mal einen Termin nicht wahrnimmt. Ein Nein gibt es von Herrn Starck eigentlich nicht", blickt Schenk auf die vergangenen zwölf Jahre zurück, die er als Pfarrer in Bechtheim tätig ist. Noch weiter zurückschauen kann der Bechtheimer Winzer Heinrich-Wilhelm Hamm: Der erste Vorsitzende im Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde kann sich noch gut an seine Hochzeit vor 48 Jahren und die "wunderbare musikalische Gestaltung des Gottesdienstes" erinnern. Dabei habe der Musiker „weder in D-Mark noch in Euro“ je eine Gage entgegen genommen, versichert Heinrich-Wilhelm Hamm. "Wir sind Wilhelm Starck daher zu tausendfachem Dank verpflichtet", so der Kirchenvorsteher.


    1953 dem Weinbau den Rücken gekehrt
    Wilhelm Starck hat 1953 den „Absprung von der Landwirtschaft geschafft“, wie er selbst es ausdrückt, und dem heimatlichen Weinbaubetrieb in Bechtheim den Rücken gekehrt, um am Konservatorium in Wiesbaden zu studieren. Die Spielzeit 1965/57 verbrachte er am Stadttheater in Mainz, es folgte eine Deutschlandtournee mit der Frankfurter Kammeroper in den Jahren 1958/59, anschließend zog es ihn zurück nach Mainz, wo er bis 1962 aktiv war. Es folgten Engagements an den Staatstheatern in Braunschweig 1962–1965) und Wiesbaden (1965–1992).


    Seinem Heimatort fühlt sich Strack sehr verbunden und so singt er nicht nur in Gottesdiensten, sondern auch für die Senioren im Altersheim, die nicht selten deutlich jünger sind als der Bariton. „Den Stimmeinsatz muss ich täglich üben“, berichtet der 83-Jährige, den das Singen ganz offensichtlich fit hält.

     

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