Do., 24.09.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 18. Mai 2015, 13:20 Uhr
    Erzieherinnen und Sozialarbeiter informieren vor Wormser Rathaus über ihre Forderungen

    Mehr Anerkennung für gestiegene Anforderungen


    Um über die Hintergründe ihrer Forderungen zu informieren, versammelten sich am Montag Erzieher und Sozialarbeiter auf dem Marktplatz in Worms. Foto: Vera Konersmann


    Von Vera Konersmann Nachdem die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für den heutigen Montag drei weitere städtische Kindertagesstätten zum unbefristeten Streik aufgerufen hat, hatten sich am Morgen Erzieherinnen der Kitas "Liebenauer Feld", "Ludwigstraße", "Sonnenschein", "Villa Kunterbunt", "Pusteblume, "Zwergenvilla" und "Kleines Blau" auf dem Marktplatz versammelt, um ihre Forderungen vorzubringen.

    Auch Sozialarbeiter verschiedener Einrichtungen waren gekommen, um für eine Aufwertung ihres Berufsstandes zu demonstrieren und über ihre Arbeitssituation aufzuklären. "Mit dieser Aktion wollen wir in erster Linie Eltern und interessierte Bürger informieren, wofür wir überhaupt streiken. Viele hören einfach nur das Wort Streik und sehen ausschließlich die damit einhergehenden Einschränkungen, setzen sich aber gar nicht damit auseinander, wieso wir überhaupt in den Ausstand getreten sind", erklärt Heidi Probst, Leiterin der Kita "Liebenauer Feld".

    Mehr Transparenz
    An einem Info-Stand konnten sich Interessierte darüber informieren, wie sich das Berufsbild der Erzieher in den letzten Jahren gewandelt hat. "Die Anforderungen an uns sind stets gewachsen und das unterstützen wir auch. Gerne wollen wir  der Bildungs- und Erziehungsempfehlung des Landes Rheinland-Pfalz nachkommen und unseren Kleinen Bildung von Anfang an bieten. Jedoch stimmen hierfür einige Rahmenbedingungen nicht, um dies immer reibungslos zu ermöglichen", so Franziska Schiatti, ebenfalls Kita "Liebenauer Feld". Sie und ihre Kolleginnen legten stellvertretend für alle anwesenden Erzieher und Erzieherinnen dar, dass es vor allem die Befristung ihrer Arbeitsplätze sowie die mangelnde Anerkennung seien, die für Unmut sorgen würden. "Vor 20 Jahren wurde das Berufsbild des Erziehers zuletzt eingruppiert. Die heutigen Anforderungen sind aber gar nicht mehr mit damals zu vergleichen. Allein unsere Ausbildung dauert mittlerweile fünf Jahre", verdeutlicht Josefine Müller, Kita "Liebenauer Feld". Mit der heutigen Aktion erhoffen sich die Teilnehmer, mehr Transparenz und Einblicke in ihr Berufsbild zu ermöglichen und die vom Streik betroffenen Eltern darüber zu informieren, wieso sie die Arbeit niedergelegt haben.

    Auch von Seiten der Sozialarbeiter wurde immer wieder betont, dass es nicht fair sei, einen solch verantwortungsvollen Beruf, nicht dementsprechend anzuerkennen und auch zu entlohnen. "Schließlich ist es kein Wunder, dass wir mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben. Wer möchte schon so viel Verantwortung tragen und dafür so wenig verdienen? Auch sind es die Befristungen, die unseren Beruf für junge Menschen unattraktiv erscheinen lassen", erläutert Henriette Phillipp vom Allgemeinen sozialen Dienst (AsD) der Stadt Worms.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige AmtsblattAnzeige Tip Südhessen
    Anzeige GABOAnzeige das WormserAnzeige Ticketshop