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  • Di., 15. Januar 2019, 14:59 Uhr
    DIE LINKE Worms kritisiert positive Jahresbilanz der Arbeitsagentur

    "Mehr Ehrlichkeit statt Jubelmeldung"

    Der Vorsitzende der Stadtratsfraktion Franz Lieffertz und der Sprecher des Stadtverbandes Georg Gräff nehmen die Jubelzahlen der Arbeitsagentur sehr skeptisch zur Kenntnis:

    "Nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit in Worms deutlich höher als in der Umgebung und hat sich trotz einer boomenden Konjunktur kaum verringert. Gleiches gilt für die Jugendarbeitslosigkeit.

    Mehr finanzschwache Wormser
    Dies ist ein schlechtes Zeichen. Wenn man die Worte des Bundesfinanzministers Herrn Scholz richtig interpretiert, steht Deutschland vor einer Abwärtsbewegung der Konjunktur. Dies wird bedeuten, dass die schon jetzt enorme Zahl der finanzschwachen Menschen in Worms deutlich steigen wird.


    Dabei würde sich ein Blick in die Umgebung lohnen, denn dort eröffnen zahlreiche Firmen neue Werke, während in Worms Betriebe geschlossen werden. Es ist zu fragen, ob dies allein mit fehlenden Gewerbeflächen zu erklären ist oder vielleicht auch mit einer schlechten Unternehmensansiedlungspolitik der jetzigen Stadtverwaltung.

    Auch in diesem Punkt gibt Worms ein schlechtes Bild ab.

    Arbeitslosnezhalen künstlich niedrig halten
    In zahlreichen Gesprächen mit „Kunden“ des Jobcenters stellte sich für die beiden Vertreter der LINKEN wieder einmal heraus, wie unsinnig die Maßnahmen des Jobcenters teilweise sind. Da werden 59-jährige in eine Ausbildung gezwungen, um wenige Jahre später zwangsverrentet zu werden oder müssen noch einmal zu einem unsinnigen Bewerbungstraining erscheinen, nur um die Arbeitslosenzahlen künstlich niedrig zu halten.


    Dies ist nicht nur mühselige Quälerei für die Betroffenen sondern kostet eine Menge Geld, zumal diese Maßnahmen anscheinend überhaupt nicht auf die Qualitätsnormen überprüft werden, welche die Arbeitsagentur sich selbst auferlegt hat.

    Die LINKE fordert vom Jobcenter diese Quälerei für diesen Personenkreis umgehend einzustellen und dafür den jüngeren „Kunden“ Maßnahmen anzubieten, welche diese befähigen, einen qualifizierten Job zu erhalten,

    Unsinnige Maßnahmen
    Auch die Zahlen im Bereich der Grundsicherung sind zu hinterfragen. Wenn im Jobcenter im Dezember des Vorjahres noch rund 270 Menschen mehr registriert waren, so kann dies nicht bedeuten, dass für diese „Kunden“ mehr Arbeitsplätze gefunden wurden, sondern die brutale Zwangsverrentung ein Grund sein kann und natürlich, dass dieser Personenkreis mit allen Mitteln in die unsinnigsten Maßnahmen gesteckt werden. Dies muss sogar die Arbeitsagentur zugeben, wenn sie feststellt, dass einen leicht verminderten Stellenzugang gibt. Denn wenn jemand in einer Maßnahme ist, gilt er nicht mehr als arbeitslos.


    "Wie schon des öfteren angeführt, mehr Ehrlichkeit statt Jubelmeldung würde unserem Land gut tun. Dann würden die Menschen den Institutionen und Medien mehr glauben".

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