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  • So., 20. Februar 2022, 14:13 Uhr
    Vorschau Lokalderby: TSG Pfeddersheim vs. VfR Wormatia Worms am kommenden Mittwoch um 19 Uhr im Uwe-Becker-Stadion Pfeddersheim

    Mehr geht nicht im Wormser Fußball

    Bissige Duelle wie im Vorspiel zwischen Elias Burkert von der TSG und Luis Kiefer, VFR, wird es mit Sicherheit auch im Rückspiel geben. So lange sich alles im fairen Rahmen abspielt, können sich beide Fan Lager auf ein schönes Derby freuen. Foto: Felix Diehl


    Von Jürgen Jaap Das Stadtderby zwischen den beiden Oberligisten TSG Pfeddersheim und VfR Wormatia Worms steht Mittwochabend unter Flutlicht im Pfeddersheimer Uwe-Becker-Stadion an. Es ist der „dritte Versuch“ in der Saison 2021/2022. Im Hinspiel „zerlegte“ Tabellenführer Wormatia die Pfeddersheimer Ende September 2021 mit 7:0.

    Das Rückspiel Ende November 2021 fiel kurzfristig abgesagt Corona zum Opfer. Nun also steht der dritte Anlauf in einem Nachholspiel auf dem Programm. Die Spannung vor dem Wormser Lokalderby ist allenthalben greifbar. Pfeddersheim sinnt auf Revanche für die demütigende 0:7-Klatsche, zumindest aber Wiedergutmachung ist im Lager der TSG Pflichtprogramm.

    Vllaznim Dautaj: „Wir brauchen die Punkte gegen Wormatia“
    „Wormatia ist die Übermannschaft der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar“, schiebt TSG-Trainer Daniel Wilde die Favoritenrolle ganz klar den Gästen zu. „Wir erinnern uns alle noch an das Hinspiel. Nach dieser Partie können wir uns wahrlich keine Sprüche in Richtung Sieg erlauben“, schiebt der 33-jährige Trainer-Youngster nach. Wobei: „Mit uns rechnet in der aktuellen Situation keiner.“ Rechnen muss die TSG freilich mit Blick auf die Tabellenkonstellation.

    Nur ein Dreier gegen den VfR im zweiten von vier Nachholspielen hält die ohnehin geringen Hoffnungen auf ein Erreichen der Aufstiegsrunde aufrecht. „Wir brauchen die Punkte gegen Wormatia“, redet Vllaznim Dautaj deshalb Klartext. Der „Dreierpacker“ vom Jahresauftakt gegen FV Eppelborn ist sich außerdem sicher: „Wir haben etwas gut zu machen und sind für das Lokalderby bestens gewappnet.“

    Die Enttäuschung stand Trainer Daniel Wilde im Gesicht, nach der 7:0 Niederlage im Vorspiel. Aber am Mittwochabend wird die TSG nach dem Auftaktsieg in diesem Jahr mit gestärktem Selbstvertrauen antreten. Foto: Felix Diehl


    Co-Trainer Christian Adam: „Wir müssen Mittwochabend erst reinfinden"

    Logisch: Auch beim VfR Wormatia Worms fiebert man dem in Worms mit großer Spannung erwarteten Stadtderby bei der TSG Pfeddersheim entgegen. Vier Tage vor dem Duell der beiden besten Fußball-Mannschaften der Nibelungenstadt gab es noch einmal im die Vorbereitungsphase abschließenden Testspiel gegen den hessischen Oberligisten SC Viktoria Griesheim reichlich Spielpraxis für alle Wormaten. Was laut Wormatia-Co-Trainer Christian Adam auch im Hinblick auf das Stadtderby wichtig war, denn: „Pfeddersheim ist mit der sicher gewonnenen Nachhol-Partie gegen FV Eppelborn bereits im Spielrhythmus, wir müssen Mittwochabend erst reinfinden.“

    Wormatia will offensiv zu Werke gehen

    In die englische Woche mit dem großen Stadtderby und am Samstag der Partie im Saarland beim FSV Jägersburg geht Wormatia, wie Christian Adam unterstrich, mit der breiten Brust des Klassenprimus. „Wir wollen auch in Pfeddersheim unser offensiv orientiertes Spiel durchziehen“, sagt der Co-Trainer der Wormaten, der Mittwochabend wegen eines lange geplanten Urlaubs nicht selbst vor Ort sein kann. „Vielleicht kein schlechtes Omen für uns, schließlich musste ich das 7:0 im Hinspiel wegen einer Sperre von der Tribüne verfolgen.“

    Ist Vorsicht statt Offensiv-Feuerwerk Trumpf?

    Was die TSG Pfeddersheim betrifft, ist sich Christian Adam ziemlich sicher, „keine Offensivschlacht wie im Hinspiel zu erleben“. Beim 0:7-Desaster Ende September 2021 suchte Pfeddersheim spielerische Lösungen aus der Abwehr heraus – und erlitt mit dieser Strategie gegen spieltaktisch überlegene Wormaten kapitalen Schiffbruch. „Wir erwarten eine vorsichtiger agierende TSG, denn sicher hat das Team seine Schlüsse aus dem Hinspiel gezogen“, so Christian Adam weiter.

    Beide Mannschaften brauchen die Punkte

    Schön für alle Wormser Fußball-Fans sind jedenfalls die sportlichen Voraussetzungen, unter denen das große Stadtderby stattfinden wird, brauchen beide Mannschaften doch die Punkte. Wormatia, um dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest näher zu kommen. Und die TSG benötigt im Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt ebenfalls jeden Zähler dringend, bei einem Dreier könnte die Elf von TSG-Coach Daniel Wilde womöglich sogar die Tür zur Aufstiegsrunde ein wenig öffnen. Klar ist: Es wird spannend im Uwe-Becker-Stadion zu Pfeddersheim.
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