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  • Sa., 15. November 2025, 09:48 Uhr
    Mobilitätskonzept: „Wormser for Future“ begrüßen die Ampelschaltung am Marktplatz und wünschen sich weitere „mutige“ Schritte in Richtung Verkehrsberuhigung in der Innenstadt

    „Mehr Mut und Bereitschaft zur Veränderung“

    Ähnlich wie in Speyer zwischen Dom und Altpörtel könne laut der WfF ein Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer auch hier gut funktionieren.
    Foto: Robert Lehr

    Im August wurde die Ampelschaltung am Marktplatz verändert, um Fußgängern längere Grünphasen für den Übergang zwischen der Fußgängerzone Kämmererstraße und dem Weg in oder von Richtung Dreifaltigkeitskirche zu gewähren. Von Anfang an stieß die Regelung auf heftige Kritik. Vor allem Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen aus Richtung Römerstraße beklagen die langen Staus in der Petersstraße, wobei auch der Radverkehr betroffen ist, da hier auch kein Radstreifen existiert. So nutzen Radfahrer im Falle langer Wartezeiten den Fußweg oder überholen die wartenden Autos links. Fahrdienste nutzen sogar den kleinen Umweg über die Färbergasse, von wo sie bei der Ausfahrt auf die Petersstraße vorfahrtsberechtigt sind und den Stau so umfahren bzw. sich einen günstigeren Platz in der Schlange ergattern.

    Autofahrer werden „vergrault“

    Zu den Befürwortern der neuen Ampelregelung gehören die „Wormser for Future“ (WfF). „Wir sitzen uns für eine drastische Verkehrsberuhigung in der Innenstadt ein und halten das Auto für den Hauptverursacher der Klimakrise durch deren Spritverbrauch und CO2-Ausstoß“, betont WfF-Mitglied Klaus Horn. An den Reaktionen der verärgerten Autofahrer werde deutlich, dass die Absicht, den motorisierten Durchgangsverkehr mit Hilfe der neuen Ampelschaltung aus Stephansgasse und Petersstraße zu „vergraulen“, den gewünschten Effekt erzielt. Allerdings fordert WfF laut einer Pressemitteilung von Dienstag mehr Mut und Konsequenz von der Stadtverwaltung. „Warum wird nicht gleich die Strecke zwischen Lutherdenkmal und Römerstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt und nur noch Anlieger und ÖPNV zugelassen“, ergänzt Klaus Horn. Dies sei u.a. auch vom ADFC in der Vergangenheit schon mehrfach bei der Diskussion um das städtische Mobilitätskonzept gefordert worden. „Dies wäre ein konsequenter  Schritt hin zu einer Verkehrsberuhigung und Steigerung der Attraktivität der Innenstadt – auch für den Tourismus“, glaubt man bei WfF. Bei einer guten Kommunikationsstrategie wäre die „Empörung“ sicher auch nicht größer gewesen, als sie es jetzt bezüglich der Ampelschaltung war und ist, ist man sich sicher.

    Bereitschaft vorhanden

    Ein anderer Aspekt bezüglich der Reaktion der Bürger hält man bei „Wormser for Future“ für bemerkenswert: Viele erklärten sich „grundsätzlich“ mit den Zielen der Verkehrswende einverstanden, seien aber dann doch nicht bereit, Verhaltensänderungen oder gar Einschränkungen in Kauf zu nehmen, wenn sie selbst und unmittelbar betroffen sind.

    Laut eigenen Recherchen der WfF betrüge der Umweg von der Rheinbrücke mitten durch die Innenstadt nach Leiselheim im Falle einer entsprechenden Sperrung lediglich 800 Meter– fahre man über den Berliner Ring und die Gaustraße. Sogar die Fahrzeit sei geringer, so die Umwelt-Aktivisten.

    Klimaschutz auf kommunaler Ebene

    Auch schlagen sie einen Bogen zur aktuellen Diskussion um den geplanten Windpark der Renolit. „Mangelnde Bereitschaft zur Akzeptanz auch kleiner Einschränkungen ist ein Muster, das sich auch beim Thema Windenergie wiederfindet.

    Dies, gepaart mit der Ängstlichkeit und Mutlosigkeit der städtischen Gremien bei beiden Themen, ist eine toxische Mischung für die Verkehrs- und Energiewende und damit für den dringend notwendigen Klimaschutz, der auch und gerade auf kommunaler Ebene vorangetrieben werden muss“, kritisiert WfF und schlussfolgern: „Wenn wir den kommenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen, braucht es mehr Mut und mehr Bereitschaft zur Veränderung.“

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