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  • So., 11. Juni 2023, 08:43 Uhr
    SICHERHEIT IM STRASSENVERKEHR: Rund jeder Dritte fühlt sich auf dem Fahrrad unsicher

    Mehr und breitere Radwege gewünscht

    Beim subjektiven Sicherheitsgefühl von Menschen, die Fahrrad fahren, gibt es in Deutschland noch Luft nach oben: Rund ein Drittel fühlt sich auf dem Drahtesel unsicher oder sogar sehr unsicher. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Befragung der DEKRA und eines Marktforschungsinstitutes.

    Auf Landstraßen haben insgesamt 30 Prozent der Befragten generell ein unsicheres oder sehr unsicheres Gefühl im Straßenverkehr. Im Stadtverkehr ist der Anteil mit 36 Prozent noch etwas höher. „Auch wenn es eine Minderheit ist, die sich unsicher fühlt, zeigen die Ergebnisse doch, dass für einen echten Mobilitätswandel noch einiges zu tun ist“, sagt Peter Rücker, Leiter der DEKRA Unfallforschung. „Denn wer sich im Straßenverkehr nicht sicher fühlt, überlegt sich umso genauer, ob der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad für die regelmäßigen täglichen Wege in Frage kommt.“

    Wünsche für mehr Sicherheit

    Danach gefragt, was sie sich wünschen, um regelmäßiger Rad zu fahren, nennt ein großer Teil der Befragten das Thema Radwege. So sprechen sich 48,5 Prozent für mehr Radwege in der Stadt aus (Landstraße: 46,5 Prozent). Breitere Radwege in den Städten wünschen sich 41,6 Prozent (Landstraße: 36,6 Prozent). „Gerade die Breite von Radwegen wird angesichts des Trends zu Lastenfahrrädern im Stadtverkehr ein wichtiges Thema sein“, so Rücker.

    Das generelle Entkoppeln von Radwegeinfrastruktur und Straßennetz, wie es etwa in den Niederlanden größtenteils üblich ist, wünschen sich in Deutschland 37,7 Prozent für den Stadtverkehr und 38,5 Prozent für Landstraßen. Auch die Qualität von Radwegen lässt aus Sicht eines Teils der Befragten zu wünschen übrig. 

    Unfallgeschehen mit Fahrrädern

    In Deutschland starben bei Unfällen im Jahr 2022 insgesamt 470 Menschen, die mit dem Rad oder dem Pedelec unterwegs waren, so die vorläufige Unfallbilanz des Statistischen Bundesamts.
    „Radfahrer sind als Ungeschützte einem besonderen Risiko ausgesetzt und umso mehr auf die umsichtige und rücksichtsvolle Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer – etwa im Pkw oder Lkw – angewiesen“, erklärt Experte Rücker. Je stärker der Rad- vom übrigen Straßenverkehr getrennt werde, umso besser für die Sicherheit der Menschen auf dem Velo.

    Für die Online-Studie wurden insgesamt 1.000 Fahrradbesitzer befragt. Weitere Informationen gibt es unter www.dekra.de/fahrradstudie

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