Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Meinungen zum neuen Entwurf tendenziell positiv
So., 10. November 2013, 16:42 Uhr
Am Sonntag konnte sich das breite Publikum über die geänderten Pläne zum „Haus am Dom“ informieren
Meinungen zum neuen Entwurf tendenziell positiv
Auch am Sonntag wurde heftig über den neuen Entwurf diskutiert. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Das Meinungsbild bezüglich des neuen Entwurfes für das Haus am Dom war auch am Sonntagmittag überwiegend positiv. Die zustimmende Tendenz, die schon am Donnerstagabend bei der Präsentation vor einem Fachpublikum sichtbar wurde, setzte sich damit am Sonntag fort bzw. war sogar noch größer. Denn während sich am Donnerstag noch viele Vertreter von Parteien und Gruppierungen eher abwartend äußerten, um zu sehen, wie der Entwurf in der Öffentlichkeit aufgenommen wurde, signalisierten viele Bürger bei der Vorstellung des neuen Modells am Sonntag im Liobahaus ihre Zustimmung. Das Meinungsbild vom Sonntag ist natürlich nicht repräsentativ und nur eine Momentaufnahme, doch scheint es zumindest so, also ob viele Wormser mit dem in der Dimension kleineren und durch ein Satteldach der Umgebung besser angepassten Variante "leben könnten".
Es gibt natürlich auch weiterhin zahlreiche Bürger, die gegen jegliche Bebauung im Domumfeld sind, doch scheint der jetzt präsentierte Entwurf eine Kompromisslinie darzustellen, bei der ein Aufeinanderzugehen möglich ist. Viel wird jetzt von der Äußerung der Bürgerinitiative "Kein Haus am Dom" abhängen, die im Laufe der Woche eine Einschätzung abgeben möchte. Erst danach wird sich wohl sagen lassen, ob es bei dem massiven Protest bleibt, oder der Widerstand verebben wird.
Auch am Sonntag gab es natürlich Kritiker. So sagte ein Mann, der namentlich nicht genannt werden wollte: "Ich hätte mir gewünscht, es hätte zwei Entwürfe gegeben, den jetzt präsentierten und einen für ein umgebautes Liobahaus. Damit hätte man wirklich vergleichen können."
Sehr zufrieden über den Stand der Diskussion zeigten sich die Vertreter der Domgemeinde. So sagte Dompropst Engelbert Prieß, dass sich die Gesamtstimmung deutlich spürbar geändert habe. Dr. Gregor Hess aus dem Verwaltungsrat der Domgemeinde sagte, man habe den Protest der Bürger ernst genommen und die Pläne für das Haus am Dom dahingehend geändert, dass sie auf Zustimmung in der Bevölkerung treffen.